Lokales

Rettungshunde aus Nürtingen stark gefragt

Beim Jahresrückblick der DRK-Rettungshundestaffel Nürtingen/Kirchheim hatte Staffelleiter Klaus Röper einen neuen Rekord zu verkünden: 106 Einsätze mit insgesamt 4770 Einsatzstunden hatten die 30 aktiven Staffelmitglieder, die alle nebenher berufstätig sind, im Jahr 2004 zu bewältigen.

NÜRTINGEN "Damit dürfte die Nürtinger Staffel die einsatzstärkste Rettungshundestaffel Deutschlands sein", so Klaus Röper. Die Bilanz: 94 Vermisstenfälle konnten aufgeklärt werden, das heißt, die Vermissten wurden von den Suchmannschaften aufgefunden, kamen selbstständig zurück oder wurden bundesweit von der Polizei aufgegriffen. In den restlichen zwölf Fällen liegen der Staffel keine weiteren Erkenntnisse vor. Großen Anteil hatten auch 2004 die Spezialhundeteams "Man-Trailer" (Personenspuren-Suchhunde) der Nürtinger, die gerne von den Polizeirevieren im gesamten süddeutschen Raum zur Unterstützung angefordert werden. Der spektakulärste Einsatz der Nürtinger Gruppe war die Lebendrettung einer Frau aus einem bei einer Gasexplosion eingestürzten Haus in Tuttlingen.

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Nicht so positiv fiel der zweite Teil des Jahresrückblicks aus: Die Mittel für ein dringend zu ersetzendes Einsatzfahrzeug konnten 2004 nicht aufgebracht werden, sodass man dringendst darauf angewiesen ist, 2005 die erforderliche finanzielle Unterstützung durch Spenden zu erhalten. Durch die vielen Einsätze ist die Beanspruchung von Ausrüstung und Fahrzeugen entsprechend hoch, was den Etat der sich selbst finanzierenden Hundestaffel stark belastet.

Die Sucheinsätze nach vermissten Kindern, älteren verwirrten oder kranken Personen werden ehrenamtlich gemacht und sind kostenlos.

Wer sich für die Arbeit der DRK-Rettungshundestaffel Nürtingen/Kirchheim interessiert, findet unter www.drk-rettungshund.de weitere Informationen.

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