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Rettungsschwimmer raten: "Wenn's knackt, sofort flachlegen!"

"Wenn's knackt flachlegen" lautet ein Tipp der Rettungsschwimmer, der lebensrettend sein könnte. Zugefrorene Seen bergen angesichts des Tauwetters große Gefahren.

KREIS ESSLINGEN Minustemperaturen haben die Wasseroberfläche unserer Seen und Teiche hierzulande gefrieren lassen. Märchenhafte Landschaften in Eis und Schnee erfreuen das Auge. Die Natur lockt zu winterlichen Ausflügen in die Naherholungsgebiete. Aktuell steigende Temperaturen bergen aber Gefahren.

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Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Bezirk Esslingen empfiehlt während der Frostperiode beim Schlittschuhlaufen oder einem Eisspaziergang sehr vorsichtig zu sein. Die Lebensretter wissen: Die Idylle ist oft trügerisch. "Wenn's knackt gilt: Sofort flachlegen! Wir warnen ausdrücklich vor lebensgefährlichen Situationen auf und an vereisten Gewässern", sagt Bernhard Lohr, Pressesprecher der DLRG Bezirk Esslingen.

Zugefrorene und vereiste Gewässer im Landkreis Esslingen sind oft Gefahrenquellen für Schlittschuhläufer, spielende Kinder und Spaziergänger. Bricht die Eisdecke, so sollte man die wichtigsten Verhaltensregeln beherrschen.

Aus diesem Grund hat die DLRG in ihrem Faltblatt "Sicherer im Wasser und auf dem Eis" beschrieben, wie man sich bei Eisunfällen verhalten sollte. Kindgerecht aufbereitete Eisregeln hält die DLRG auch auf ihrer Homepage im Internet unter der Adresse www.bez-esslingen.dlrg.de bereit.

Das Wichtigste vorab: Umsicht und Vorsicht sind unbedingt erforderlich. Hier einige Ratschläge der DLRG: Verdächtiges Knistern und Knacken muss jeden veranlassen, sich sofort flach auf die Eisdecke zu legen und vorsichtig in Bauchlage das rettende Ufer zu erreichen. Wer durch die Eisdecke durchgebrochen ist, muss versuchen, sich in Bauch- oder Rückenlage auf die feste Eisschicht zu schieben. Jede zusätzliche Bewegung ist zu vermeiden, um die gegen Kälte isolierende Luftschicht in der Kleidung sowie zwischen ihr und dem Körper zu erhalten. Vorsichtig versuchen, mit den Füßen die gegenüberliegende Eiskante zu erreichen, um sich wieder aufs Eis zu drücken.

Der Retter muss versuchen, durch Zureichen von Kleidung, Ästen oder ähnlichen Gegenständen die Entfernung zwischen seiner sicheren Bauchlage, auf der Eisdecke und der Unfallstelle mit dem Eingebrochenen zu überbrücken. Mit Hilfsmitteln wie Bohlen, Brettern, Leitern oder Schlitten kann der Retter die Einbruchstelle sicherer erreichen.

Der Verunglückte muss nach der Rettung so rasch wie möglich von der feuchten Kleidung befreit werden. Die weitere Behandlung erfolgt nach den Regeln der Ersten Hilfe bei Kälteschäden.

pm