Lokales

Ringumgehung sollteweiter verfolgt werden ...

Ringumgehung sollteweiter verfolgt werden

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Zum Artikel "Verkehr im Stadtteil Ötlingen rührt sich bereits Unmut", im Teckboten vom 24. Februar:

Nicht nur die Ötlinger Bürger beklagen den sprunghaften Anstieg des Schwerlastverkehrs seit der Einführung der Lkw-Maut. Leider trifft dieses Ärgernis zum Beispiel auch uns Anwohner der Paradiesstraße.

Bei der seitherigen Diskussion über Für und Wider der Nordwesttangente (NWT) konnte man zwar nicht ahnen, dass unsere Straßen zu Schleichwegen für Brummis werden. Die Befürworter der NWT ob mit langem oder verkürzten Tunnel haben vor Jahren schon erkannt, dass zur wirtschaftlichen Weiterentwicklung einer Stadt der Größenordnung Kirchheims unbedingt eine vollständige Ringumgehung gehört. Nur so lässt sich das ständig wachsende Verkehrsaufkommen einigermaßen beherrschen. Es bleibt deshalb zu hoffen, dass der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung bei seinem Beschluss auch gegen die Stimmen der Grünen bleibt und das Projekt weiter verfolgt. Sollte die Nordwesttangente aus welchen Gründen immer nicht realisiert werden, wird dem Standort Kirchheim erheblicher Schaden zugefügt und wir Anwohner bleiben die Leidtragenden, denn uns in der Paradiesstraße oder Stuttgarter Straße kann nicht mit einem Tunnel geholfen werden.

Peter Staud

Kirchheim, Paradiesstraße

Das Geld und die Moral

"Luftreinhaltung in Kirchheim" das hatten wir doch schon mal... Richtig! Auf dem Schafhof! Ziel und Wille des Gemeinderates: Im Grundbuch eingetragenes Verbrennungsverbot, Heizung mit Nachtstrom zum Schutze der Stadt und angrenzenden Landschaft. Vertrauensvoll investierten die Bauherren in eine "Grüne Zukunft" mit Luftreinhaltung. Dass eine Nachtstromheizung Geld kostet, war bekannt. Beim Geld hört die Moral bekanntlich auf. Also sah ein Gemeinderat mit wirtschaftlichen Äuglein ein juristisches Mauseloch, durch das er die Lunte zur Deregulierung des Verbrennungsverbotes legen konnte ganz im Sinne der Verwaltung. Der Flächenbrand "Deregulierung" erfasste die Mehrheit des Gemeinderates: Billig heizen mit dem Ofen, ungefiltertes Qualmen, alles erlaubt. Es lebe die Sparsamkeit, Luftreinhaltung ade. Ach ja, Amerika fährt ja auch ohne Kyoto-Abkommen die wirtschaftliche Linie, redet moralisch und gibt sich Grün. Man befindet sich also im Trend. Kleiner Tipp: Sie brauchen keinen alten Ofen. Fahren Sie mit einem Oldtimer ohne Kat, da können Sie auch ganz legitim rumqualmen überall, aber eine grüne Fahne sollten sie schon schwenken, das bringt Beifall.

Karin Aufhammer

Kirchheim, Marderweg

Hallennutzung prüfen

Zum Artikel "Den Visionen müssen nun Beschlüsse folgen", im Teckboten vom 23. Februar:

Mit Erstaunen habe ich den Vorschlag aus der Klausurtagung zur Eduard-Mörike-Halle gelesen. Um das Sportangebot in der Naberner Gießnauhalle aufrecht zu erhalten, ist gegen die Sanierung der Halle nichts einzuwenden.

Wenn ich allerdings die Belegung der Eduard-Mörike-Halle betrachte: zum Beispiel TSV Ötlingen, Polizeisport, Familien-Bildungsstätte, Waldorfschule, Christlicher Verein junger Menschen, 24 Veranstaltungen von Vereinen, Ferientagheim, Brückenhaus, Aula der Eduard-Mörike-Schule und noch einiges mehr.

Hier muss ich als Ötlinger Bürger schon fragen, ist das weniger Wert als die Sportnachfrage in Nabern? Wäre es nicht sinnvoll, die Stadtverwaltung und der Gemeinderat würden die Hallennutzung der Eduard-Möike-Halle nochmals überprüfen, ob ein kurzfristiger Sanierungsplan für die EM-Halle doch noch zu realisieren wäre.

Es wäre auch eine gute Motivation für die vielen ehrenamtlichen Kursleiter und Vorstände der Ötlinger Vereine, wenn eine positive Entscheidung von Seite der Stadtverwaltung fallen würde.

Ulrich Müschenborn

Kirchheim-Ötlingen, In der Warth

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