Lokales

Robuste Konjunktur

Handwerker im Land optimistisch gestimmt

Die Handwerkskonjunktur zeigt sich weiter sehr robust und die Handwerker sind ausgesprochen optimistisch gestimmt. Das ergab die Herbstumfrage des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT) unter rund 1 500 Betrieben im Land.

Stuttgart. Bauhaupt- und Ausbaugewerbe konnten ihre Spitzenstellung nochmals ausbauen. Landeshandwerkspräsident Joachim Möhrle gab allerdings zu bedenken: „Steuererhöhungen könnten den Optimismus rasch ausbremsen.“

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Der BWHT-Konjunkturindikator lag bei 54,5 Punkten und damit etwas über dem Vorjahresstand von 53,7 Punkten. Knapp 61 Prozent der Betriebsinhaber waren mit ihrer wirtschaftlichen Situation besonders zufrieden gegenüber 58 Prozent im Vorjahr.

Waren im dritten Quartal 2012 noch jeweils knapp 70 Prozent zufrieden, so waren es nun sogar 76 beziehungsweise 72 Prozent. Ein gutes Auftragspolster aus den Vormonaten und weiter steigende Auftragseingänge vor allem im Bereich der energetischen Sanierung und beim Wohnungsneubau nannte Möhrle als Gründe für dieses Plus. Das Kraftfahrzeuggewerbe hat im Jahresvergleich deutlich aufgeholt.

Etwas ins Hintertreffen geriet das Handwerk für den gewerblichen Bedarf. Dort waren zwar rund 53 Prozent der Betriebsinhaber zufrieden, aber eben auch jeder achte unzufrieden. Vor allem die Feinwerkmechaniker sind als Zulieferer einem hohen Preisdruck ausgesetzt.

Mehr als ein Drittel aller befragten Betriebe (35 Prozent) konnte seine Umsätze steigern. Noch ein Jahr zuvor konnten das nur 28 Prozent von sich sagen. Auch die Auftragslage im Handwerk hat sich weiter verbessert. Gut jeder vierte Betrieb konnte im dritten Quartal ein Auftragsplus verzeichnen.

Der Auftragsbestand in den Bauhandwerken ist nochmals um jeweils rund eine Woche gestiegen. Im Ausbaugewerbe liegt er damit bei rund zehn Wochen. Die Betriebsauslastung war konstant hoch.

Die 132 000 Handwerksbetriebe in Baden-Württemberg erwirtschaften einen Umsatz von rund 80 Milliarden Euro. Sie beschäftigen 735 000 Mitarbeiter und bilden 51 000 junge Menschen aus.pm