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Rückkehr an die Weltspitze?

EDGAR VELOCI

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KIRCHHEIM Die Rückkehr in die Weltspitze so könnte man das Ziel von Manuel Fumic beschreiben. Es ist 20 Monate her, dass er zum letzten Mal ein Weltcup-Rennen unter den besten 15 beendet hat. Im September 2005 war er in Schottland Zehnter. Das ist auch am Sonntag eine Marke, die er anpeilt. Die Ausgangsposition dafür ist zumindest besser als beim Weltcup-Auftakt in Houffalize, wo sich Manuel Fumic von Startplatz 122 erst mal nach vorne arbeiten musste und schließlich als 26. ins Ziel kam.

Bundestrainer Frank Brückner traut ihm den Sprung unter die besten 15 zu. "Ich denke das ist realistisch. Die Strecke in Offenburg ist eine, die ihm gut tut", ist Brückner überzeugt. Was dem 25-Jährigen gut tut, sind die Rhythmuswechsel und die vielen technischen Passagen. Die Erwartungen von Brückner decken sich mit denen, die Manuel Fumic an sich selbst hat. "Top 15 wäre nicht schlecht. Im Training konnte ich richtig Gas geben, das war sehr erfreulich", sagt der Kirchheimer. Er werde am Sonntag zum ersten Mal in dieser Saison voll ans Limit gehen, so der frühere U23-Weltmeister.

Von Lado Fumic erwartet Nationaltrainer Brückner indes (noch) nicht so viel zumindest nicht das Anknüpfen an alte Klasse. Dass es bis dahin noch ein Stück ist, bekannte Fumic am vergangenen Sonntag nach dem Rennen in Albstadt selbst. Dennoch peilt er, nach eigener Aussage, eine Top-Ten-Platzierung an. "Die Allergieprobleme werden weniger, die Maschine kommt in Fahrt und ich freue mich auf Offenburg", sagt er. Wie realistisch dieses selbst gesteckte Ziel ist, wird sich am Sonntag erweisen. Die 20. Startposition lässt ihm jedenfalls alle Optionen offen. Und was seinem Bruder gut tut, kommt auch ihm entgegen.

Schaut man sich das Höhenprofil des Weltcup-Kurses an, dann erkennt man vier unterschiedlich lange Anstiege auf den 5,1 Kilometern. Das kommt explosiven Fahrern zweifellos mehr entgegen als ein ganz langer Berg am Stück. Am Wochenende könnte es Gewitter geben, was beiden Fumic-Brüdern nicht sonderlich schmecken wird. Andererseits ist die Strecke wetterfest präpariert, sodass die Angelegenheit zu keinem echten Schlammrennen ausarten wird.

Torsten Lehmann (Lenningen) und Ralf Maier (Köngen) erleben am Samstag in Offenburg ihren ersten richtigen internationalen Einsatz. Das Junioren-Rennen im Rahmen des Weltcup-Wochenendes ist mit 16 Nationen bestückt. Darunter auch die Schweizer, die 2006 alle drei WM- Medaillen gewannen. "Top 30 und fünftbester Deutscher, das würde seine momentane Leistungsfähigkeit widerspiegeln", drückt Trainer Stephan Paul seine Hoffnung für Lehmann aus. "Ralf Maier soll Erfahrung sammeln, er gehört ja noch zum jüngeren Jahrgang. Er fährt zurzeit konstant und das war ja auch das Ziel", ist Paul mit dem 17-Jährigen sehr zufrieden.