Lokales

Rücklage muss Fortbestand sichern

Die Qualität der im "Kommunikationszentrum für interkulturelle Zusammenarbeit (KIZ)" geleisteten Arbeit wurde nach dem Bericht vor dem Finanz- und Verwaltungsausschuss des Kirchheimer Gemeinderats nie in Frage gestellt. Zu entscheiden war vielmehr, wie künftig mit dem erforderlichen Zuschuss umgegangen werden soll.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Sehr detailliert informierten zunächst der Vereinsvorsitzende Uwe Müller und der Leiter des "KIZ", Wolfgang Schinko, die Ausschussmitglieder über die Tätigkeit dieser Einrichtung der offenen Jugendarbeit im Gebiet Bohnau / Dettinger Weg. Seit 1996 bezuschusst die Stadt den Verein als "jugendhausähnliche Einrichtung". Seit Mitte Oktober 2000 beteiligt sich die Stadt darüber hinaus auch mit einem Drittel an der Finanzierung einer halben Sozialarbeiterstelle. Die restlichen zwei Drittel dieser Kosten übernahmen bislang die Katholische Gesamtkirchengemeinde Kirchheim und das Bischöflichen Ordinariat Rottenburg.

Die Komplementärfinanzierung, die eine unveränderte Beteiligung weiterer Zuschussgeber zwingend voraussetzt, wurde dabei zunächst dadurch stark in Frage gestellt, dass der Landkreis Esslingen schon für das zurückliegende Jahr seinen Zuschuss halbiert hatte, während die Stadt Kirchheim an der Höhe ihres gewährten Zuschusses weiter festhielt. Da ab 2005 auch die Zuwendungen des Bischöflichen Ordinariats entfallen, ist die Existenz des Vereins weiter gefährdet auch wenn die Katholische Kirchengemeinde inzwischen die Weiterfinanzierung der Mitarbeiterstelle für weitere fünf Jahre beschlossen hat.

Dem Vorschlag der Verwaltung, dass der städtische Zuschuss für das laufende Jahr in voller Höhe ausbezahlt, und Mittel in gleicher Höhe im Haushaltsplan 2006 bereitgestellt werden, wurde bei einer Enthaltung schließlich unter der Voraussetzung gefolgt, dass die Auszahlung erst nach Vorlage einer nachvollziehbaren Komplettfinanzierung erfolgt. Um die offene Jugendarbeit weiter im gewohnten Umfang ausrichten zu können, hatte sich der Verein "KIZ" bereit erklärt, den durch den Wegfall des Zuschusses des Bischöflichen Ordinariats erforderlichen Betrag in Höhe von 3360 Euro aus der Rücklage des Vereins zu finanzieren, um den Fortbestand der Einrichtung zumindest für ein weiteres Jahr zu sichern.