Lokales

Rücknahme gefordert

Der Gesamtelternbeirat der Stadt Kirchheim sieht in der jetzt beschlossenen Erhöhung der Kindergartengebühren ab September 2006 ein völlig falsches Signal in der Familienpolitik.

KIRCHHEIM Eine Beibehaltung der Gewerbesteuersätze und die Erhöhung der Kindergartengebühren, bei gleichzeitiger Reduzierung des Angebotes in den Kindergärten ist nach Auffassung des Gesamtelternbeirats "eine kontraproduktive Politik".

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Stellvertretend für die Sparmaßnahmen bei der Stadt wird werden in einer Pressemitteilung die Reduzierung des Personalschlüssels und die Schließung von Einrichtungen genannt. Durch das Schaffen einer familienunfreundlichen Infrastruktur werde der Zuzug qualifizierter Fachkräfte verhindert, die letztendlich auch Schlüssel einer wirtschaftlich starken Region sind.

Die Aussage, dass der städtische Anteil an der Finanzierung der Kindergärten aufgrund sinkender Kinderzahlen steigt, ist nach Meinung des Gesamtelternbeirats der Stadt nicht vertretbar. Der Kindergartenentwicklungsplan sehe hier ganz klar vor, dass zunächst angemietete Einrichtungen bei mangelnder Auslastung geschlossen werden.

Bei der Kostendeckung von einem Deckungsbeitrag von nur 13 Prozent zu reden, wird als "nicht tragbar" bezeichnet. Weiter wird festgestellt: "Es mag vielleicht sein, dass der Kostendeckungsbeitrag durch direkte Beiträge der Eltern bei nur 13 Prozent liegt, die Stadtverwaltung sollte aber auch einmal darüber nachdenken, dass die meisten Eltern auch Steuerzahler (und Wähler) sind.

Im Umkehrschluss bedeute dies, dass ein Kindergartenplatz in der Stadt Kirchheim bei einem monatlichen Eigenbeitrag von zirka 80 Euro und einem angenommenen Kostendeckungsgrad von 13 Prozent im Monat durchschnittlich 615 Euro koste. Das sei im Vergleich zum Bundesdurchschnitt anderer Einrichtungen zu viel und lasse darauf schließen, dass in diesem Bereich noch nicht wirtschaftlich genug gearbeitet werden.

Der Gesamtelternbeirat fordert daher den Kirchheimer Gemeinderat auf, die beschlossene Gebührenerhöhung noch einmal auf die Tagesordnung zu setzen und die beschlossene Gebührenerhöhung zurückzunehmen.

pm