Lokales

Ruhe und Erholung gefunden

KIRCHHEIM Ausgangspunkt war Allmendingen im Schmiechtal. Funde aus der Römer- und Alamannenzeit deuten auf sehr frühe Besiedlung, erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 961 n. Christi. Heute bestimmen Zementwerke das Umgebungsbild der Gemeinde.

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Von der Lichser Höhe führten gut markierte Forstwege durch ausgedehnte Waldgebiete, die von vielen Trockentälern durchzogen sind. Es ist ein einsames, wenig begangenes Wandergebiet ohne besondere Attraktionen, dafür gibt es Ruhe und Erholung pur. Am Wegrand und auf den kleinen Waldwiesen konnten die Wanderer eine herrlich blühende Flora und unzählige Schmetterlinge bewundern. Ein Gedenkstein, der von einem heimtückischen Meuchelmord berichtet, stimmte nachdenklich.



Im stillen Brieltal erforschte die Wandergruppe die Kätherenküche, eine kleine Höhle, in der im 18. Jahrhundert eine junge Frau Namens Käther hauste. Wenn Rauch aufstieg, sagten die Leute: "D' Käther kocht."



Dann führte die Wanderoute auf dem Burgweg hinauf auf die durch große Getreidefelder geprägte Hochebene nach Briel, einem kleinen Dorf mit stattlichen Gehöften. In der größten Mittagshitze war dann bald darauf Weilersteußlingen und Ermelau mit seinen gepflegten Bauernhöfen erreicht. Hier war mit 735 m der höchste Punkt der Wanderung, von dem aus der Blick weit hinaus bis ins Oberschwäbische reichte. Dank der Höhenlage wehte auch ein feines Lüftchen, was angenehm empfunden wurde, trotzdem waren alle froh, als der Weg wieder im Wald verlief.



Vorbei am Nägelesstein, dann am Roten Berg entlang gelangten die Albvereinler wieder nach Allmendingen, wo im schattigen Biergarten der Schlossmühle der Flüssigkeitspegel wieder aufgefüllt wurde.