Lokales

Rund um die Uhr mit 80 Rettungshundeteams im "Einsatz"

Über 24 Stunden hinweg übten am vergangenen Wochenende rund 80 Rettungshundeteams den Einsatz bei der Suche nach vermissten und verletzten Personen. Vom Abseilen in einem Steinbruch bis hin zur Suche in der Kanalisation forderte die vom DRK-Kreisverband Nürtingen organisierte Übung den Teams Höchstleistungen ab.

NÜRTINGEN Zu den Teilnehmern der Großübung gehörten auch Hilfsorganisationen aus dem In- und Ausland. Hintergrund der Übung war kein Wettkampf, sondern der Trend, dass die Rettungshundeteams aus verschiedenen Rotkreuz-Kreisverbänden bei Suchaktionen vermehrt in Gruppen zusammengefasst und mit Teams aus anderen Organisationen eingesetzt werden.

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Die verschiedenen Hundeteams sollten im Rahmen dieser Übung Gelegenheit haben, unter besonderen schwierigen Einsatzbedingungen die Zusammenarbeit bei der Suche und Rettung vermisster und hilfloser Personen zu überprüfen. Bei den verschiedenen Übungsszenarien galt es, in den Einsatzgruppen zusammen zu arbeiten und die oft unterschiedlichen Einsatztaktiken aufeinander abzustimmen. Eingeladen waren auch Hundeführer aus dem Ausland, um den internationalen Erfahrungsaustausch zu fördern.

Unter dem Begriff "Eurodogs 2004" hatte die Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim die Übung in den unterschiedlichsten Disziplinen Szenarien entworfen und organisiert. Dazu standen im Landkreis Esslingen verschiede anspruchsvolle Wald- und Trümmergelände zur Verfügung. Auch das Suchen "unter Tage" in der Kanalisation Esslingens, das Abseilen von Hund und Hundeführer vom Turm des Heizkraftwerkes Altbach oder in einem großen Steinbruch oder die Suche auf dem Neckar mit Unterstützung der DLRG führten die Hundeteams an die Grenzen ihrer Belastung heran.

Am Freitagabend gegen 18 Uhr begann die Übung, die groß angelegte Übung, die erst 24 Stunden später endete. Neben den 80 Hauptakteuren, den Hundeteams, trugen noch weit über 200 Personen zum Gelingen bei und waren unter anderem zuständig für die Verpflegung, Betreuung und Unterbringung der Teilnehmer in einer Zeltstadt. Weiter wurden durch diese ehrenamtlichen Kräfte die technische und sanitätsdienstliche Betreuung in den "Schadensgebieten" sowie die erforderlichen Fahrdienste übernommen.

Für die täuschend echt aussehenden Verletzungen der "Versteckpersonen" sorgte das Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbandes Nürtingen-Kirchheim. Die Helfer kamen aus den Bereitschaften Großbettlingen, Kirchheim, Lenninger Tal, Neckartenzlingen, Neuffen, Nürtingen, Weilheim, Wendlingen und der Bergwacht. Beobachtende Gäste waren unter anderem Regierungspräsident Dr. Udo Andriof, der Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg Dr. Lorenz Menz, Nürtingens Bürgermeister und Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Rolf Siebert, Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich sowie Vertreter der Polizeidirektion Esslingen und des Deutschen Roten Kreuzes.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung am Samstagabend gegen 19 Uhr hatte die Unterhaltungskapelle "Green Ketchup" aus Wolfschlugen dann tatsächlich alle Hände voll zu tun, um die Hundeführer und die vielen ehrenamtlichen Übungshelfer im Rahmen eines Kameradschaftsabends in der Sporthalle "Schreibere" wach zu halten.

pm