Lokales

Runderneuerter Schlepper vom Dienst

KIRCHHEIM Der Motor des abgestrebten Hochdeckers mit der Kennung D-EDVH hatte 2 000 Stunden auf dem Buckel und musste runderneuert werden, das heißt in der Fliegersprache Grundüberholung. Das ganze Flugzeug musste in einem Luftfahrttechnischen Betrieb in Heubach bis auf das Skelett "ausgezogen" werden. Eine Maschine, wie die Husky, ist mit Gewebetuch bespannt, sowohl der Alurohr-Rumpf als auch die weitgehend aus Holz-Holmen und Rippen gefertigten Flügel.

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Die Tanks in den Flügel wurden ausgebaut, auf ihre Dichtheit hin überprüft und wieder eingebaut. Nach dem Einziehen neuer Steuerseile mussten die abgehäuteten Flügel neu bespannt werden.



Der Motor der Husky kam in einen Spezialbetrieb für Flugmotoren nach Bad Wörishofen und wurde nach dem Tausch aller beweglicher Teile wieder auf 0-Stunden gebracht. Er ist also so gut wie neuwertig. Dann wurde das Aggregat in Heubach wieder eingebaut, ebenso die beweglichen Teile im Inneren des Fliegers, der Rumpf wurde neu beplankt und bespannt. Anschließend stand einer neuen Lackierung des Schleppflugzeugs nichts mehr im Wege.



Dabei kamen wieder Vereinsmit-glieder zum Zuge, vor allem die jungen Motorpiloten unter Jugendleiter Mark Puskeiler brachten sich hierbei ein. Aber auch verschiedene ältere Motorpiloten waren bei den anschließenden Arbeiten tätig zur Stelle. Da auch der letzte Schliff in Heubach erfolgte, mussten die Helfer von der Hahnweide immer wieder zwischen der Teckstadt und dem Luftfahrttechnischen Betrieb unter dem Rosenstein hin und her pendeln. Dass sich die Mitarbeit letzten Endes ausgezahlt hat, können Besucher der Kirchheimer Hahnweide immer bei Segelflugbetrieb selbst erkennen. Dann ist die Husky "Victor-Hotel", die mit ihrer neuen Lackierung aussieht wie aus dem Schmuckkästle, wieder am Himmel in ihrem Element.

Wie aus dem Ei gepellt: Die grundüberholte Husky, das Schleppflugzeug der Fliegergruppe Wolf-Hirth, in ihrem Element.