Lokales

Ruoff als Namensgeber

Auch der neue berufliche Schulkomplex auf dem Säer wird den Namen des verstorbenen Nürtinger Künstlers Fritz Ruoff tragen. Dazu fasste der Kultur- und Schulausschuss des Kreistags Esslingen nun den formalen Beschluss.

UWE GOTTWALD

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Die Otto-Umfrid-Schule gehört der Vergangenheit an, Teile der ehemaligen Nürtinger Berufsschule wurden der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in ihrem Neubau an der Kanalstraße eingegliedert, ein anderer Teil bildet mit der beruflich orientierten Fritz-Ruoff-Schule eine neue schulische Einheit.

Dafür wird derzeit ein Erweiterungsbau an die bestehenden Schulgebäude auf dem Säer errichtet. Der neue Schulkomplex wird wie schon der bestehende den Namen des Nürtinger Künstlers tragen, an den anderen bekannten Sohn der Stadt wird jedoch weiter erinnert, der Neubau heißt Otto-Umfrid-Bau. Helmut Nauendorf, Nürtinger SPD-Kreisrat, zeigte sich zufrieden: "Es ist uns wichtig, dass an diesen großen Sozialreformer, Pädagogen und Pazifisten, der seiner Zeit voraus war, weiter erinnert wird."

Ganz pragmatische Entscheidungen zur Neustrukturierung der beruflichen Schulen in Nürtingen hatte der Ausschuss darüber hinaus zu treffen. So wurden die ersten Vergabepakete für Sanierungen und Umbauten an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule beschlossen.

Beim Gebäude D: Abbruch-, Beton- und Maurerarbeiten an die Firma Grafried (Freiburg) zu 224 040,38 Euro, Stahlbauarbeiten an die Firma Bacher (Mengen) zu 154 759,95 Euro, Dachabdichtung an die Firma Fritz (Murr) zu 219 708,05 Euro, Metallfassade und Metallfenster an die Firma Bacher (Mengen) zu 494 335,16 Euro, Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen an die Firma Andrade und Sigel (Eilheim) zu 179 194,48 Euro, lüftungstechnische Anlagen an die Firma Fahrenholz (Rossach) zu 386 280 Euro, elektrotechnische Anlagen an die Firma Schlagenhauf (Ellwangen) zu 352 765,77 Euro. Für den Bau A wurden die Fensterbauarbeiten an die Firma Held (Freiburg) zu 261 945,40 Euro vergeben, die Fassadenbauarbeiten an die Firma BST Kühfuß (Tamm) zu 264 557,13 Euro.

Erfreuliche Entwicklung

Landrat Heinz Eininger teilte mit, dass man sich um Zuschüsse im Rahmen des Bundesprogramms "Klimaschutz plus" bemühe. Man könne mit 300 000 Euro rechnen, die Vergabe wurde daher vorbehaltlich beschlossen, weil bei einem Zuschuss bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssen. Weiter erfreulich sei die Kostenentwicklung, man liege auch jetzt wieder 400 000 Euro unter dem veranschlagten Betrag.

Landrat Heinz Eininger teilte weiter mit, dass die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule zusammen mit 15 weiteren Schulen für das landesweite Modellprojekt zur Erprobung von Schulverwaltungsassistenten ausgewählt wurde. Die Verwaltungsassistenten sollen den Schulleitern bei einer möglichst effizienten Bewirtschaftung der budgetierten Mittel zur Seite stehen, das Land übernimmt für drei Jahre die Hälfte der Personalkosten.