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Saatgut-Konzerneerpressen Anbauer Zum ...

Saatgut-Konzerneerpressen Anbauer

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Zum Artikel "Die Gentechnik als Büchse der Pandora" im Teckboten vom 10. Januar:"Die Gentechnik und die Patentierung von Leben stellen jede Form des Kolonialismus, die wir bislang kannten, in den Schatten. Die Genpatente sind die Kanonenkugeln von heute," sagt Vandana Shiva, Trägerin des alternativen Nobelpreises.

Der kürzlich wegen "Ausreißens dreier Genpflanzen " beim Tachenhäuser Hof verurteilte Percy Schmeiser hat bei seinem Vortrag in Nürtingen viele offene Ohren gefunden. Hoffentlich haben viele Teckboten-Leser den Artikel aufmerksam gelesen, damit möglichst alle wissen, dass wir von unserem Glauben, Pflanzen samt Saatgut seien ein "Menschheitseigentum", Abschied nehmen müssen, wenn wir uns nicht aktiv wehren.

Angesichts der Brisanz des Themas "Monopolisierung des Saatgutmarktes" müssten sämtliche Alarmglocken schrillen: Still und heimlich machen sich die Saatgut-Konzerne auf mafiöse Weise daran, die Menschheit von sich abhängig zu machen. Die Firmen Monsanto (mit einer Milliarde Gewinn in 2007) und Dupont/Pioneer beherrschen schon fast fünfzig Prozent des gesamten Saatgutangebotes, mit dem sie weltweit die Anbauer erpressen und in die Abhängigkeit treiben. Die Folgen sind eine Katastrophe für die Menschheit, für die Natur mit ihrer Tier- und Pflanzenwelt.

Der Zorn sollte uns packen, aber wir sind schon so weit von unseren seit Jahrtausenden bewährten Lebensgrundlagen entfernt, dass wir außer dem "politischen Geplänkel" über Gen-Manipulationen und "Sicherheitsabstände" die Tragweite der Folgen nicht erkennen können. Wenn wieder Pflanzen ausgerissen werden, bin ich (mindestens) mental dabei.

Susanne Breckel,

Nabern, Weilheimer Straße

Ohne Gott keine Zukunft

Zum Artikel "Auch im Jahr 2008 aufeinander zugehen, beim Jupiter" im Teckboten vom 14. Januar:Was kann denn schiefgehen, wenn ein Jahr im Zeichen des Jupiters steht? So fragte Frau Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker anlässlich des Dämmerschoppens die Zuhörer. Hängt unser Wohlbefinden wirklich von den Sternen oder den Göttern ab? Dämmerschoppen oder Neujahrsempfang es ist begrüßenswert, dass bei solcher Gelegenheit die Bevölkerung von kompetenter Seite etwas über die Zukunftspläne der Stadt erfährt. Doch sicher hängt die Zukunft einer Stadt oder eines Volkes nicht von den Sternen ab. Hier halte ich mich an die Bibel, wo es in Josua 24, Vers 15 heißt: "Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen." Mich auf ihn verlassen, denn eine Regierung ohne Gott hat keine Verheißung und keine Zukunft!" Werner Mayer Karpatenweg, Kirchheim

Die Seele verkauftWenn ein Talbewohner seiner Seele etwas Gutes tun möchte, dann fährt er gerne auf die Alb. Licht, Luft, Freiheit und Gemütlichkeit, eben die guten alten Zeiten werden dort oben gesucht. Diese vermitteln auch die beeindruckenden Einhofgebäude der Dörfer. Sie erzählen vom Leben und Arbeiten hier oben auf der rauen Alb. Landwirtschaft, Wohnung und im Idealfall eine Wirtschaft im ersten Stock, vereint unter einem riesigen Dach. Sofort erkennbar an ihrem großen Scheunentor sind sie typisch für die Alblandschaft.

Besser gesagt sie waren, jetzt muss man sie schon suchen. Heute prägen Banken die Gesichter der Albdörfer. Gerade an exponierten Lagen, mitten im Ort, wird von Geldinstituten Geschichte aufgekauft und dann vernichtet, im Einverständnis mit der Gemeindeverwaltung.

Mit einer "Schönheitsoperation" wird dann der Dorfflecken so radikal "verbessert", dass der seinen ländlichen Charme unwiederbringlich verliert. "Es liegt am Geld", sagen sie. Tatsächlich? Mit diesem kurzsichtigen Argument haben schon (zu) viele Albgemeinden ihre Seele verkauft. Sie merken erst zu spät, dass sie durch Geld ärmer geworden sind. Dann aber bleibt nur noch der (traurige) Gang ins Freilichtmuseum...

Erkenbrechtsweiler steuert jetzt genau dahin. Ortsprägend steht, als typischer Zeitzeuge, ein großer Einhaushof mitten im Ortszentrum, gegenüber dem Rathaus. Efeuumrankt bildet er (noch) ein Dorfensemble mit Kirche, Bürger- und Rathaus. Er gehört natürlich der Bank. Aber das Grab ist schon geschaufelt.

Vor einigen Tagen hat der Gemeinderat von Erkenbrechtsweiler einstimmig die Hand dazu erhoben. Erkenbrechtsweiler wird an dieser Stelle mehr als nur ein großes Gebäude verlieren. Es verliert sein Gesicht, wie Hülben. Dann werden die vielen Albfreunde aus dem Tal auch bei der Fahrt durch Erkenbrechtsweiler den Fuß nicht von ihrem Gaspedal nehmen. Margret Kicherer Erkenbrechtsweiler, Rechbergstraße

Was wird ausunserer Jugend?Die in den vergangenen Tagen erschienenen "Schlagzeilen" in der Presse wie "Jugendlicher schlägt Rentner zusammen", "Chance für Jugendliche" oder "Opfer rivalisierender Jugendgruppen" veranlassen mich die Worte des griechischen Philosophen Plato in Erinnerung zu rufen.

Plato schrieb: "Wenn Väter ihre Kinder gewähren lassen und sich vor ihnen geradezu fürchten, wenn Söhne ohne Erfahrung handeln wollen wie Väter, sich nichts sagen lassen, um selbstständig zu erscheinen, wenn Lehrer, statt ihre Schüler mit sicherer Hand auf den richtigen Weg zu führen, sich vor ihnen fürchten und staunen, dass ihre Schüler sie verachten, wenn sich die Unerfahrenen den älteren Erfahrenen gleichstellen und in Wort und Tat gegen sie auftreten; die Alten sich aber unter die Jungen setzen und versuchen, sich ihnen gefällig zu machen, indem sie Ungehörigkeiten übersehen oder gar daran teilnehmen, damit sie nicht als vergreist oder autoritätsgierig erscheinen, wenn auf diese Weise verführte Jugend aufsässig wird, sofern man ihr auch nur den mindesten Zwang auferlegen will, weil niemand sie lehrt, die Gesetze zu achten, ohne die keine Gemeinschaft leben kann, dann ist Vorsicht geboten." Heinz Dangel Eduard-Mörike-Straße, Bissingen

Verantwortungder Eltern einfordern

Zur Berichterstattung über den Umgang mit jugendlichen Kriminellen im Teckboten vom 8. Januar:

Die öffentliche Debatte über den Umgang mit jugendlichen Kriminellen wird in einer Art geführt, die der Ernsthaftigkeit des Problems nicht angemessen ist. Der brutale Überfall auf den Rentner in München war kein Einzelfall in Deutschland. Neu daran ist, dass dieser Vorfall und vor allem die Nationalität der Täter berichtet wurde. Bisher sind fast alle, die sich auch außerhalb von Wahlkampfzeiten und vor allem beizeiten mit diesem Missstand beschäftigt haben, wie die Republikaner, als ausländerfeindlich diffamiert worden.

Die Faktenlage ist ebenfalls nicht neu. Laut polizeilicher Kriminalstatistik liegt der Anteil der nicht deutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005 bei 24 Prozent, obwohl der Ausländeranteil offiziell nur acht Prozent betragen soll.

Weiter ist Tatsache, dass 2005 jeder achte männliche deutsche Jugendliche straffällig wurde; dagegen war dies bei nicht deutschen Jugendlichen fast jeder dritte. Bei brutalen Intensivtätern in Baden-Württemberg liegt der Ausländeranteil für das Jahr 2007 bei 50 Prozent. Was sind die Gründe für diese hohe Gewaltbelastung? Mehrere kriminologische Untersuchungen zeigen, dass zum Beispiel die Gewaltbelastung bei türkischen Jugendlichen nicht auf schwierige soziale Lagen reduziert werden kann. Weiter gilt, dass die Gewaltbelastung steigt, je länger die Aufenthaltsdauer ist und nicht umgekehrt, was bei einer gelungenen Integration zu erwarten wäre. Eine wesentliche Rolle spielen die hohen Gewalt- und Misshandlungsraten in Zuwandererfamilien und die aus dem islamischen Kulturkreis stammenden überzogenen Männlichkeitsvorstellungen, bei denen Gewalt eine herausragende Rolle spielt.

Was ist zu tun? Zuerst ist die Verantwortung der Eltern für ihre Kinder entschieden einzufordern und bei mangelnder Zusammenarbeit sind Sozialleistungen und Kindergeld zu streichen. Ferner ist bei Intensivtätern das Erwachsenenstrafrecht mit entsprechend höheren Strafen anzuwenden. Ulrich Deuschle Roßwälder Straße, Notzingen

Elterngeld wird nurzehn Monate ausbezahlt

Zum Artikel "Elterngeld soll rascher fließen" im Teckboten vom 16. Januar:Das Elterngeld wird nicht wie in dem Artikel dargestellt, zwölf Monate ausbezahlt. Und es verlängert sich auch nicht automatisch auf 14 Monate, wenn der Vater selbstständig ist. Unsere Tochter wurde im November 2007 geboren und die Mutter erhält die ersten zwei Monate nach der Geburt Mutterschutz wie Krankengeld vom Arbeitgeber, der wiederum Ersatz von der Krankenkasse erhält.

Effektiv wird das "Elterngeld" nur zehn Monate ausbezahlt, denn der Mutterschutz wird "angerechnet". Und wehe, die Mutter wird kurzfristig wieder schwanger, dann wird sie behandelt wie jemand, der eben nicht gearbeitet hat und erhält damit weniger als vor dieser Reform. Noch schlimmer ist immer diese Formulierung "wenn der Vater das Kind zwei Monate mitbetreut" verlängert sich das Erziehungsgeld um zwei Monate. Ich bin selbstständig und kann mein Kind betreuen wie ich will, eine Verlängerung des Elterngeldes gibt es deswegen nicht. Thomas Klein Schimmingweg, Kirchheim

Fragwürdige Liberalitätund falsche Toleranz

Hiermit möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich die Sorgen des Herrn Deuschle teile. Jetzt kommen Nachrichten aus England die Angst machen. Dort hat eine "Labour"-Kommission vorgeschlagen, auf das christliche Weihnachtsfest in der Öffentlichkeit zu verzichten, aus Rücksicht auf andere Religionen. Also sind wir doch dabei, aus dummer Liberalität und überzogener, falscher Toleranz, nicht nur das christliche Abendland zu opfern was man ja eh schon getan hat auch unsere heiligen Feste stellen wir so in Frage.

Frohe Weihnacht, man sagt es so leicht wer weiß wie lange. Willi Kreppelt Isolde-Kurz-Straße, Kirchheim

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.