Lokales

"Sauberes Trinkwasser für alle"

Die Nürtinger Bundestagsabgeordnete Uschi Eid traf vor Kurzem Kofi Annan, Generalsekretär der Vereinten Nationen, am Rande der UN-Generalversammlung in New York. Seit 2004 ist sie Mitglied des von ihm einberufenen Beratungsausschusses zu Wasser und sanitärer Grundversorgung (UNSGAB) und wurde im Juli zur Vorsitzenden des Gremiums gewählt.

NÜRTINGEN Um substanzielle Verbesserungen bei der Lösung globaler Wasserprobleme zu erreichen und globale Aktivitäten in diesem Bereich anzuregen, hatte Kofi Annan das Beratungsgremium im März 2004 einberufen. Auftrag des Gremiums ist es, die politisch Verantwortlichen zu gemeinsamem und effektivem Handeln zu bewegen, damit mehr Menschen Zugang zu sauberem Wasser, zu Toiletten und Abwasserentsorgung erhalten. Hierfür müssten Regierungen sowie nationale und internationale staatliche und nichtstaatliche Organisationen stärker aktiv werden.

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Zahllose Menschen leiden unmittelbar unter einer mangelhaften Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, so Eid in einer Pressemitteilung. Verunreinigtes Trinkwasser und schlechte Hygienebedingungen hätten dramatische Konsequenzen: Nicht nur seien 80 Prozent aller Erkrankungen in Entwicklungsländern darauf zurückzuführen, sondern es stürben auch täglich 6000 Kinder an den Folgen. Die Lösung globaler Wasserprobleme ist von herausragender Bedeutung, um die Millenniumsentwicklungsziele zu erreichen und um nachhaltige Entwicklung zu fördern, so Eid.

Als amtierende Vorsitzende stellte die grüne Bundestagsabgeordnete Uschi Eid dem Generalsekretär Annan den weiteren Arbeitsplan der Berater vor. Derzeit bringt das Gremium das Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung 2008 der Vereinten Nationen auf den Weg. Auf ihrer New-York-Reise warb Eid bei den UN-Mitgliedsstaaten dafür um Unterstützung. Diese Bemühungen trügen Früchte, teilt sie mit: Deutschland, Japan, Frankreich, China und Italien habe UNSGAB unter anderem bereits für seine Initiative gewinnen können. Diese Staaten würden gemeinsam mit weiteren eine Resolution in die Generalversammlung der Vereinten Nationen einbringen, mit der das Internationale Jahr ausgerufen werde. "Insbesondere der sanitären Grundversorgung soll dieses Jahr die dringend erforderliche Aufmerksamkeit verschaffen. Denn bislang steht diese ,schmutzige Seite' des Wasserproblems zu Unrecht im Schatten der ,sauberen' Trinkwasserversorgung", so Uschi Eid.

Das Internationale Jahr der sanitären Grundversorgung 2008 sei nur eine von zahlreichen konkreten Maßnahmen aus dem umfangreichen Aktionsplan von UNSGAB, der im März 2006 auf dem Weltwasserforum in Mexiko der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, betont die Grünen-Abgeordnete. UNSGAB rufe Regierungen, internationale Organisationen zu Aktionen auf und verpflichte sich zugleich selbst zu umfangreichen Aktivitäten, um zur Lösung globaler Wasserprobleme beizutragen.

pm