Lokales

Schaukeln auf eigenes Risiko

Die Sicherheit an der umgebauten Gemeindehalle in Notzingen war weiterhin Thema in der jüngsten Sitzung des Notzinger Gemeinderats. Für die Sicherheit der Besucher sollen Pfosten am Eingang an der Ostseite installiert werden.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Keine einhellige Meinung ist vorherrschend, was die beste Lösung für die Sicherheit der Besucher anbelangt, die die Halle vom Parkplatz her betreten wollen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind eingehalten, das individuelle Sicherheitsgefühl ist jedoch weiterhin bei vielen Besuchern nicht vorhanden. Der Wunsch nach einem Geländer an der Südseite des Eingangs wurde immer lauter. Der Gemeinderat war deshalb in der jüngsten Sitzung erneut gefragt, eine optisch passende Lösung für dieses Problem an der umgebauten Gemeindehalle zu finden, zumal der Platz auch ein Gefälle hat.

Während der jüngsten Sitzung wurde die Pfostenregelung klar favorisiert, da sie optisch leichter wirkt als die beispielsweise Betontröge. Die Poller sollen mit Ketten verbunden werden, damit allen Besuchern der Halle klar signalisiert wird, dass es hier eine mögliche Absturzstelle gibt in Höhe von etwa 70 Zentimetern. "Wir müssen jetzt die Richtung festlegen oder die Sache bleibt, wie sie ist", erklärte Notzingens Bürgermeister Flogaus.

"Wenn wir versicherungstechnisch nicht verpflichtet sind, etwas zu unternehmen, verstehe ich nicht, warum wir unbedingt nach einer Lösung suchen sollen. Mir gefällt keine", sagte Emiliana Montero Rodriguez. Ein gewisses Risiko gebe es schließlich überall. Auch Rudolf Kiltz gefällt keine der vorgeschlagenen Alternativen. Seiner Ansicht nach halten die Pfosten mit den Ketten einer tatsächlichen Sicherung nicht stand.

Für Günter Barz geht es jedoch darum, der Sorgfaltspflicht Genüge zu tun: "Wir sehen eine Gefahrenquelle und geben mit der Kette den entsprechenden Hinweis darauf." Dass die Poller keine wirkliche Absturzsicherung sind, dieser Ansicht ist auch Erhard Reichle. "Für Ortsunkundige ist es jedoch ein Hinweis auf eine Gefahrenquelle", sagte er und forderte, die Pfosten vandalesicher zu befestigen. Für Herbert Hiller sollen die Pfosten ebenfalls lediglich eine optische Barriere darstellen. "Wenn einer schaukelt, nimmt er das Risiko auf sich, zu stürzen", so seine klare Meinung.

Bei vier Gegenstimmen sprach sich die Mehrheit des Gemeinderats für die Installation der Pfosten samt Ketten aus. Kosten würden in Höhe von etwa 1200 Euro entstehen.