Lokales

"Schichtungen" aus Metall und Stein

KIRCHHEIM Im Kunsthöfle der Volksbank in der Brandstraße findet sich die Skulptur "Schichtungen" von Lutz Ackermann. Der Künstler nimmt in dieser im Jahre 1989 dort aufgestellten Arbeit Bezug auf die

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FLORIAN STEGMAIER

charakteristische geologische Gegebenheiten der Region, indem er mit verschiedenfarbigem Metall und Stein den Schichtungen von schwarzem, braunem und weißem Jura nachspürt.

Die Idee der Schichtung manifestiert sich nicht nur an der dreieinhalb Meter hohen Vollplastik, sie zieht sich auch mittels einer anderen Bepflasterung sowie in den Boden eingelassenen Ammoniten aus Guss bis in die Brandstraße hinein. Auch die Metalltafel, die im Kunsthöfle an den verheerenden Stadtbrand von 1690 erinnert, wurde nach Entwürfen von Lutz Ackermann gefertigt.

Der 1941 in Sindelfingen geborene Lutz Ackermann ist mit seinen Werken im öffentlichen Raum zahlreicher vor allem südwestdeutscher Städte vertreten. Bemerkenswert ist Lutz Ackermanns Arbeit an seinem "Kunstkraftwerk", kurz "KKW", einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen, das der Künstler vor über dreißig Jahren erworben, seitdem zum Gesamtkunstwerk ausgebaut hat und dort auch lebt und arbeitet.

Den zahlreichen Besuchern, die jedes Jahr das an der Bahnlinie Herrenberg-Rottweil gelegene KKW nach Gäufelden zieht, begegnet nicht nur eine unkonventionelle Architektur aus Glas und Stahl, auch der Skulpturengarten weiß mit seinen verwilderten Ecken und überraschend auftauchenden filigranen Arbeiten zwischen großen Plastiken aus Schrott und Stahl zu beeindrucken.

Foto: Jörg Bächle