Lokales

Schlag gegen Szene

Einen entscheidenden Schlag bei der Bekämpfung der Rauschgiftszene landeten die Beamten des Esslinger Drogendezernats in der vergangenen Woche. Die Rauschgiftfahnder nahmen drei Dealer im Alter zwischen 27 und 37 Jahren aus Ostfildern und Stuttgart fest. Außerdem beschlagnahmten sie Rauschgift und Dealergeld im Gesamtwert von circa 100 000 Euro.

ESSLINGEN Bereits Anfang dieses Jahres begannen die Ermittler mit den Recherchen in diesem Verfahren. Im Visier stand zunächst ein 29-jähriger Arbeitsloser aus Ostfildern.

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Der polizeibekannte Mann stand im Verdacht, Abhängige mit Heroin zu versorgen. Nachdem sich die Verdachtsmomente im Laufe der Ermittlungen weiter konkretisierten, schlugen die Fahnder am Dienstag vergangener Woche zu. Der 29-Jährige wurde nach einem Rauschgiftgeschäft in Ostfildern festgenommen. Er hatte zuvor 40 Gramm Heroin und fünf Gramm Kokain von einem 27-jährigen Litauer in Stuttgart gekauft. Der 27-jährige ebenfalls bereits einschlägig bekannte Litauer wurde kurz darauf mit Unterstützung von Beamten des Landeskriminalamts in Stuttgart festgenommen. Der 29-jährige Deutsche hatte bei seiner Festnahme circa 700 Euro Dealergeld bei sich. Bei dem Litauer wurden 3255 Euro mutmaßliches Dealergeld, ein Schlagring und eine geringe Menge Haschisch beschlagnahmt.

Im Rahmen der weiteren Ermittlungen wurde am Dienstagabend noch ein 37-jähriger Georgier in Stuttgart festgenommen. Bei der Durchsuchung der Wohnungen der drei Männer fanden die Kriminalbeamten am Dienstagabend und am Mittwoch dann noch weiteres Rauschgift und entdeckten über 30 000 Euro und knapp 17 000 US-Dollar mutmaßliches Dealergeld. In einem von dem Litauer genutzten Bühnenraum und in seiner Wohnung wurden 450 Gramm Heroin, 90 Gramm Kokain, 25 Gramm Marihuana sowie circa 500 Euro Dealergeld gefunden.

Die drei Tatverdächtigen wurden am Mittwoch mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Erlass eines Haftbefehls dem Haftrichter beim Amtsgericht Stuttgart vorgeführt. Nachdem dieser Haftbefehl gegen alle drei erließ, wurden sie von der Polizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

lp