Lokales

Schlemmerfrühstück im Kirchheimer Welt-Laden

Dass es außer Käse, Wurst, Erdbeermarmelade und dem obligatorischen Sonntags-Ei, noch etwas anderes zum Frühstück geben kann, davon konnten sich die zahlreichen Besucherinnen und Besucher beim Schlemmerfrühstück am Samstag im Welt-Laden überzeugen.

BRIGITTE GERSTENBERGER

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KIRCHHEIM Selbst der eingefleischte Frühstücks-Muffel fand Gefallen an den Leckereien, hergestellt aus fair gehandelten Zutaten, liebevoll zubereitet vom engagierten Weltladen-Team.

Über das breite Produktsortiment, das überwiegend aus Afrika, Asien und Lateinamerika stammt, konnten sich die Verbraucherinnen und Verbraucher während der Fairen Woche informieren. Reis und Tee aus Indien, Thailand und Laos, Bananen aus Ecuador und Peru. Die Vielfalt Südamerikas erstaunt und überrascht zugleich. Vom Hochland der Andenstaaten aus hat die Kartoffel die ganze Welt erobert, im Tiefland gedeihen schwarze Bohnen, Erdnuss und die ganze Bandbreite tropischer Früchte. Feurige Pfefferpaste aus Ostafrika zum Würzen und Verfeinern. Hingegen für den Gaumen etwas milder erweist sich der Mangosaft, angereichert mit Äpfeln von den heimischen Streuobstwiesen. Eine besondere Kooperative, die hoffnungsfroh stimmt.

Erfreut über das ehrenamtliche Engagement des Weltladen-Teams zeigte sich auch Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. In ihrem Grußwort betonte sie die Notwendigkeit einer fairen Handelspartnerschaft und zwar eine Partnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und gegenseitigen Respekt beruht. "Der Faire Handel leistet einen bedeutenden Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung, darüber hinaus setzt er notwendige Impulse, um die Armut in der Welt zu halbieren. Aus der Bürgerschaft und für die Bürgerschaft ist der Weltladen entstanden, ein wichtiger Mosaikstein auf dem Weg zu einer gerechteren Welt." Beispielhaft zeigt sich auch die Stadtverwaltung, trinkt man doch im Rathaus schon seit längerem Kaffee aus fairem Handel.

Lebensmittelskandale, BSE-Krise und Gen-Food machen immer deutlicher, Transparenz hat bei der Produktion von Lebensmitteln oberste Priorität. Vor dem Hintergrund dieser Diskussionen um die Qualität von Lebensmitteln rückt der Faire Handel immer mehr ins Blickfeld der Verbraucher.

Darüber hinaus hat der ökologische Anbau im Fairen Handel eine weitere Bedeutung. "Über 60 Prozent unserer Artikel sind Bioware, unser Sortiment wird von unseren Kunden sehr geschätzt", so Christine Helwerth-Rindle, die sich nicht nur darüber freut, dass der Weltladen inzwischen schwarze Zahlen schreibt, sondern auch darüber, dass die Kundschaft mittlerweile auch ein reges Interesse an Geschenkartikeln zeigt. "Vor allem für Weihnachten werden wir wieder schöne Geschenkideen im Laden haben."

Die Verbraucherinnen und Verbraucher können bei den Produkten aus Fairem Handel nicht nur genau zurückverfolgen, woher diese stammen, sondern sie werden auch informiert, was darin enthalten ist. Daher mundeten die Frühstückshäppchen aus aller Welt den Besuchern besonders gut. Zum Beispiel die gefüllten Datteln, längs aufgeschnitten, entsteint und mit verschiedenen Zutaten gefüllt. Mal pikant, herzhaft oder süß angerichtet. Auf der Zunge zergeht die Mangocreme, derweil die kleinen Müsli-Kugeln, zubereitet aus Quinua, einer hochwertigen Getreidesorte aus Südamerika, locker konkurrieren mit Corn Flakes und anderer Massenware.