Lokales

Schmauks Auszeit zeigt Wirkung

Mit einem wichtigen 29:25 (12:12)-Sieg kehrten die Weilheimer Landesliga-Handballer vom Auswärtsspiel beim SKV Unterensingen zurück.

UNTERENSINGEN Allen Weilheimern war klar, dass man sich bei einem Sieg im vorderen Mittelfeld etablieren und bei einer Niederlage mitten in den Abstiegskampf geraten würde. Dementsprechend konzentriert begann der TSVW das Spiel. Angeführt vom gut aufgelegten Tobias Hägele und einem starken Heiko Binder konnte bereits in der 3. Minute das 3:0 bejubelt werden. Zwei Ballverluste und ein Fehlwurf sorgten dann aber für rasche Ernüchterung bei Fans und Gäste-Spielern in der 7. Minute konnte Unterensingen zum 3:3 ausgleichen. Bereits zu diesem Zeitpunkt zeigten sich die Schwachstellen in der Weilheimer Deckung.

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In den nächsten Minuten gelang es Weilheim zwar, sich immer wieder auf zwei Tore abzusetzen (5:3, 6:4, 8:6), der gut aufgelegte Gästekeeper Kohn und der Pfosten standen allerdings einer höheren Führung im Weg, sodass der SKVU immer wieder ausgleichen konnte.

Nach der Pause zunächst dasselbe Bild: Weilheim legt vor Unterensingen glich aus. Nach 34 Minuten stand es 15:15. Es folgte die wohl beste Weilheimer Phase dieser Saison gestützt auf einen sehr gut aufgelegten Torsteher Michael Rehkugler und einen Heiko Binder, der sowohl in der Abwehr als auch im Angriff eines seiner besten TSVW-Spiele absolvierte, gelangen fünf Tore in Folge zur zwischenzeitlichen 20:15-Führung. Eine Schrecksekunde gab es für den Weilheimer Anhang in der 41. Minute, als Rehkugler nach einer Abwehraktion mit dem Kopf gegen den Pfosten prallte und fünf Minuten behandelt werden musste, bevor er das Spiel fortsetzen konnte.

Die Schmauk-Schützlinge zeigten sich hiervon völlig unbeeindruckt und kontrollierten weiterhin das Spiel. Durch konsequente Abwehrarbeit und eine fast hundertprozentige Chancenauswertung gelang es, den Vorsprung bis zur 48. Minute auf 25:18 zu erhöhen. Was dann allerdings in den letzten 10 Minuten geboten wurde, trieb Trainer und Fans an den Rand der Verzweiflung. Wie weggeblasen schien das Selbstvertrauen manch eines TSVW-Akteurs beim Torwurf. Immer wieder scheiterte man am gegnerischen Keeper beziehungsweise der Abwehr oder verlor leichtfertig den Ball. Tor um Tor schmolz der komfortable Vorsprung dahin und hätte nicht der mittlerweile eingewechselte Alexander Müske mehrere erstklassige Paraden gezeigt der Vorsprung wäre wohl nicht über die Zeit zu retten gewesen.

Als der Vorsprung beim 27:24 (56.) nur noch drei Tore betrug, sah sich Trainer Peter Schmauk zu einer Auszeit gezwungen. Die Ansprache zeigte Wirkung Unterensingen gelang in der restlichen Zeit nur noch ein Tor, dem zwei TSV-Tore gegenüberstanden.

Mit diesem Sieg wurde ein erster wichtiger Schritt in Richtung vorderes Tabellendrittel gemacht, den es im nächsten Heimspiel gegen den TSV Grabenstetten zu bestätigen gilt. Dabei treffen die Weilheimer auf ihren Ex-Coach Dieter Schlichtenmeyer.

pm

SKV U'ensingen: Müller, Kohn - Frech (2), Dettinger (1), Basler (10/3), Klett (1), P. Minsch (2), Schlipf (1), Esslinger, Schönfeld (5), Kühnle, Zoll, J. Minsch, Schöll (3)TSV Weilheim: Müske, Rehkugler - Sigel, Klein, Binder (5), Gomringer (1), Bleher (3), Mauch, Bächle (3), Gieß (8/3), Hägele (6), Bachofer, Allgaier (3), Schill.