Lokales

Schmeichelhaftes

Lippenstifte unterstreichen die Schönheit

lps/Ww. Schon in der Antike haben Frauen kleine Tricks angewendet, um attraktiver zu wirken: Nofretete und auch die „alten“ Griechinnen kannten Mittel, um ihre Lippen zu betonen. Der erste Lippenstift kam allerdings erst 1883 bei der Weltausstellung in Amsterdam auf den Markt. Er bestand aus gefärbtem Rhizinusöl, dem „Weichmacher“ Hirschtalg und schützendem Bienenwachs. Bei den Damen der Gesellschaft war die Lippenfarbe jedoch lange Zeit verpönt. Nur Prostituierte betonten den Mund mit auffälligem Rot. Populär wurde der Lippenstift erst, als er von der französischen Schauspielerin Sarah Bernardt auf der Bühne getragen wurde. Frauen in aller Welt eiferten ihrem Idol nach. In den 20er-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gehörte er zum festen Utensil in der Handtasche. Dramatische Make-ups mit dunkel geschminkten Augen und Lippen wurden von den Stummfilmstars präsentiert und von der Damenwelt nachgeahmt. Auch Hollywoods Schauspielwerinnen kamen ohne Lippenstift nicht auf die Leinwand. Statt tiefdunklem Rot waren nun gedecktere Töne gefragt. In den 60er- und 70er-Jahren lagen Rosa und Silber als Lippenstiftfarben im Trend, bevor die 80er das leuchtende Pink und Dunkelrot in Mode brachten.

Derzeit sind es die dezenten Pink- und Lila-Töne, zartes Rosé und Apricot, die die Lippen schmücken. Sie geben ihnen jedoch nicht mehr nur Farbe, sondern pflegen die Haut auch. Feuchtigkeit, pflegende Vitamine und UV-Schutz werden gleich mit aufgetragen. Eine Fülle von Effekten stehen bei den aktuellen Lippenstiften zur Auswahl: Push-up für mehr Volumen, Gloss für mehr Glanz. Und auch die Haltbarkeit spielt eine wichtige Rolle.

Damit ein Lippenstift lange hält, sollte man ihn kühl aufbewahren. Den Lieblingsstift deponiert man an Sommertagen am besten im Kühlschrank, damit er nicht schmilzt. Pudert man die Lippen vor dem Auftragen des Rots leicht ab, hält die Farbe länger auf den Lippen und verwischt nicht.

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