Lokales

Schmucke Stücke aus Wachs

Hilde Reiner hat ein besonderes Hobby: Sie gestaltet Kerzen. Einige der kleinen Kunstwerke hat sie nun der Teckboten-Weihnachtsaktion zum Verkauf für einen guten Zweck zur ­Verfügung gestellt.

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Anna haack

Kirchheim. Die Augen von Hilde Reiner leuchten. Auf dem Tisch vor ihr stapeln sich die unterschiedlichsten Materialien: Wachsplatten, Glitzerstaub, Schablonen, Figuren – alles was das Herz einer Kerzen­desig­nerin begehrt. Wenn es nämlich da­rum geht, aus einer schlichten, handelsübliche Kerze ein kleines Kunstwerk zu machen, ist Hilde Reiner ganz groß. Vor zwei Jahren hat sie eine Fernsehsendung auf die Idee gebracht – seitdem sind ihr die kreativen Einfälle nicht ausgegangen.

Sie sind oval und rund, einfarbig, bunt, mit Stickern und Wachsschablonen gestaltet, mit Strass- und Glassteinchen verziert – jede Kerze ist ein Unikat. „Ich lasse während des Bastelns meine Fantasie walten. Das kommt einfach so aus mir raus“, erklärt sie ihre Kreativität.

Bisher durften sich Freunde, Verwandte und Nachbarn über die kleinen Kunstwerke freuen, die man zu jedem Anlass, egal ob Hochzeit, Geburt oder Feiertag, passend gestalten kann. Ab sofort sind ihre Kerzen auch am Schalter des Teckboten in der Alleenstraße 158 zu haben, um noch mehr Menschen eine Freude zu machen. Weil die Künstlerin für eine Ausstellung einfach zu schüchtern ist und das mit zu viel Aufwand verbunden wäre, hat sie sich überlegt, die Kerzen der Teckboten-Weihnachtsaktion zur Verfügung zu stellen. „Ich mache anderen gerne eine Freude“, sagt sie auf die Frage nach dem Grund ihres Engagements.

Obwohl sie schon immer begeistert bastelt, macht ihr das Kerzengestalten besonders viel Spaß, denn „den Möglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt“. Und das Ganze ist nicht einmal besonders kompliziert: Grundieren, designen und lackieren – fertig! „Aber ich glaube, in Kirchheim machen das nicht viele“, überlegt Hilde Reiner, obwohl sie sich manchmal jemanden wünscht, mit dem sie ihre Leidenschaft teilen und sich über ihre Bastelideen austauschen kann. Ihre Kinder und Enkelkinder können sich zwar auch für Kreatives begeistern, aber ihnen fehlt oft die Zeit. Auch ihrem Mann gefallen die Kerzen sehr gut, aber er lässt sie lieber in Ruhe werkeln. Denn „das ist ihr Fachgebiet“, sagt er.

Hilde Reiner ist gespannt, wie ihre Kerzen ankommen. Sie sind ab heute am Schalter des Teckboten zu bestaunen und käuflich zu erwerben. Die kunstvollen Einzelstücke haben nur einen kleinen Nachteil: Zum Anzünden sind sie eigentlich viel zu schade.