Lokales

Schnee sorgt für Unsicherheit

Oberligapartie des VfL droht auszufallen – Definitive Entscheidung morgen früh

Bange Blicke gen Himmel beim Oberligisten VfL Kirchheim vor dem letzten Heimspiel des Jahres. Nach dem Wintereinbruch ist nicht sicher, ob die Partie an der Jesinger Allee heute Abend (19.30 Uhr) überhaupt statt­finden kann.

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Kirchheim. So viel ist sicher: Ein Spiel auf Kunstrasen wird es nicht geben. „Das dortige Flutlicht erzeugt nicht die für Oberligapartien vorgeschriebene Helligkeit“, erklärt VfL-Geschäftsführer Walter Rau. Die Kirchheimer würden jedenfalls liebend gerne spielen. Zum einen präsentierte sich das Team von Trainer Rolf Baumann beim jüngsten Achtungserfolg in Bahlingen (1:1) gut in Schuss, zum anderen haben die VfL-Verantwortlichen noch eine kleine Überraschung im Vorfeld der Begegnung vorbereitet. „Organisatorisch wie sportlich wäre ein Spielausfall somit nicht das Wahre“, sagt Rau. Bei den Kirchheimern wurde in den vergangenen Tagen das Spiel am Kaiserstuhl aufgearbeitet und einem durchaus möglichen Auswärtssieg in Bahlingen nachgetrauert. Die prekäre Lage beim Oberligisten entschärfen konnte das erreichte Remis jedenfalls nicht. Zumindest rückten die Kirchheimer in Sachen Punkteausbeute (13) zum Tabellendrittletzten VfR Mannheim auf.

Welten klaffen zwischen VfL und dem heutigen Gegner FV Illertissen bei den Saison-Zwischenbilanzen. Tabellarisch sind die Bayern (Vierter) und die Kirchheimer (17.) weit entfernt, in der Punkteausbeute sind es 17 Zähler Unterschied. Den chronisch heimschwachen Teckstädtern (nur ein Sieg in bislang sieben Heimpartien) steht ein Aufsteiger gegenüber, der nur zwei seiner bisher zehn Auswärtsbegegnungen verloren hat. Angesichts dieser Statistiken müsste sich der Optimismus auf VfL-Seite vor dem Spiel gegen den FV Illertissen eigentlich in Grenzen halten. Doch dem ist nicht so. Das Team scheint sich regelrecht gefunden zu haben, Trainer Rolf Baumann sprach nach der Partie in Bahlingen von der bislang besten Saisonleistung seines Teams. Nun gilt es, die notorische Heimschwäche abzustellen. Besser gesagt: Sie muss abgestellt werden, denn von den restlichen 17 Begegnungen in dieser Saison bestreiten die Teckstädter zehn vor heimischem Publikum. 30 Punkte werden somit noch bei Oberligaspielen an der Jesinger Allee vergeben.

Neu in der Verletztenliste ist seit dem vergangenen Samstag Mittelfeldspieler Emrah Polat. Interessant ist, ob Trainer Baumann als Folge dieses Fehlens mit zwei Spitzen agieren lässt. Neben dem gesetzten Maximilian Laible kommt hierfür in erster Linie Tiago Santos-Araujo infrage, dem allerdings bei seinem 21-minütigen Einsatz in Bahlingen noch die Bindung ins Team fehlte. Fest rechnet der Coach zudem mit Mittelfeldspieler Oliver Otto, dem eine hartnäckige Grippe in den vergangenen zwei Wochen zu schaffen gemacht hatte.

Beim FV Illertissen sind die Verantwortlichen mit dem Saisonverlauf hoch zufrieden, auch wenn sich das Team von Trainer Karl-Heinz Bachthaler am vergangenen Samstag gegen den Kehler FV (0:2) einen überraschenden Heimflop leistete. Ein Dämpfer für alle im Verein, die unterschwellig sogar schon vom Durchmarsch in die Regionalliga geträumt hatten – auch wenn das Thema Aufstieg an der Iller offiziell niemand ernsthaft in Betracht zieht. Das mit Ex-Spielern des SSV Ulm 1846 bestückte Team (unter anderem Christian Sameisla, Gerold Skowranek, Christian Weiller) hat zumindest das Mindestziel nach dem Aufstieg fast erreicht: Den Klassenerhalt. rei

VfL Kirchheim: Uttikal – Koch, Er, Kauffmann, Eisenhardt – Söylemezgiller, Otto, Ohran (Thies), Altinsoy – Laible, Santos-Araujo