Lokales

Schnelle und kompetente Hilfe gewährleistet

Gut 200 Zuschauer waren zugegen, als die Notzinger Floriansjünger am vergangenen Samstag eine Schauübung abhielten. Kommandant Alfred Bidlingmaier erläuterte und kommentierte den Übungsablauf, sodass sich Bürgermeister, Gemeinderäte und Einwohnerschaft ein Bild über den Leistungsstand machen konnten.

RAINER STEPHAN

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NOTZINGEN Genau auf der Markungsgrenze zwischen Notzingen und Wellingen war der inszenierte Unfallort. Ein aus der Müllergasse ausfahrender Lkw hatte dem auf der Notzinger Straße fahrenden Kleinwagen die Vorfahrt genommen. Die über den Notruf 112 unterrichtete Feuerwehrleitstelle Esslingen hatte binnen einer Minute alle Notzinger Funkmeldeempfänger alarmiert und bereits vier Minuten später traf das erste Feuerwehrfahrzeug am Unfallort ein.

Die Lagemeldung ergab eine eingeklemmte Person im brennenden Kleinwagen. Diese Situation machte auch die Anforderung des Rettungsdienstes erforderlich. Ein Feuerwehrmann kümmerte sich sogleich um den nur leicht verletzten Lkw-Fahrer. Der Angrifftrupp rüstete sich sofort mit Atemschutz aus und legte unter dem Motorraum einen Schaumteppich aus. Parallel nahm die Besatzung des Gerätewagens ihre Aufgabe in Angriff. Mit den Utensilien des "Glasmanagements" wurden Scheiben abgeklebt oder gezielt zerstört. Gleichzeitig bauten die Maschinisten die Hydraulik auf und machten das Gerät betriebsbereit. Da die verletzte Person im Mittelpunkt der Rettung stand, stieg der Melder des Einsatzleitfahrzeugs durch die entfernte Heckscheibe ins Auto und betreute den Verletzten. Dessen Schutz diente auch die übergestülpte Plastikfolie und das Anbringen des Airbag-Sicherungssystems.

Nach dem Eintreffen des Malteser Hilfsdienstes nahmen die Sanitäter Maßnahmen vor, die die patienten freundliche Versorgung und Bergung in den Vordergrund rückten. Die Vorgehensweise stimmten sie mit der Feuerwehr ab. Der Pkw wurde von den Feuerwehrmännern steif aufgesetzt und danach mit der motorangetriebenen Schere-Spreizer-Kombination die Türen aufgestemmt und Blechteile entfernt.

Schonend legten die Malteser die verletzte Person auf die fahrbare Krankentrage mit Luftpolsterung, um sie dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus zu fahren. Mit dem Abbau der Beleuchtung, der Entfernung des Schrottautos und dem Säubern der Straße fand die Übung ihr Ende.

Der gut aufgebaute Übungsablauf demonstrierte auf eindrucksvolle Weise das perfekte Zusammenspiel aller Sparten der Freiwilligen Feuerwehr mit der Einsatzleitung und dem Rettungsdienst. Einmal mehr wurde auch das breite Betätigungsfeld der Feuerwehren offensichtlich, das sich heutzutage über den klassischen Brandschutz hinaus zunehmend durch technische Hilfeleistung definiert. Die Notzinger wissen: Auf die Wehr ist Verlass.