Lokales

Schnelle Verurteilung

Nur zwei Wochen nach den gewaltsamen Vorfällen nach dem Endspiel um den WFV-Pokal in Kirchheim sind die Täter wegen Körperverletzung verurteilt worden.

KIRCHHEIM Justiz und Polizei setzten damit im Vorfeld der Fußball-WM mit dem "beschleunigten Verfahren" insbesondere die schnelle und konsequente Bestrafung von Fußballrowdys um.

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Nach dem Endspiel um den WFV-Pokal zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SSV Ulm war es nach dem Elfmeterschießen im Kirchheimer Stadion zu Randale gekommen. Mehrere Fans des SSV Ulm waren auf das Spielfeld gestürmt und hatten Spieler und Fans der Stuttgarter Kickers angegriffen. Dabei sind drei Personen durch Faustschläge und Fußtritte verletzt worden. Außerdem hatten die Täter eine Werbebande beschädigt und einen Polizisten beleidigt. Auf dem Weg zum Kirchheimer Bahnhof hatten die Täter noch einen Bauzaun umgeworfen und dadurch zwei Personen leicht verletzt.

Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um Mitglieder des Fanclubs des SSV Ulm. Die drei Männer im Alter von 21, 22 und 25 Jahren stammen aus dem Bereich Ulm und sind bereits mehrfach durch Gewalttaten im Zusammenhang mit Fußballspielen in Erscheinung getreten. Die Drei wurden nach dem Spiel in Kirchheim von Beamten des dortigen Polizeireviers vorläufig festgenommen und zu den Vorwürfen verhört.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat im Zuge des beschleunigten Verfahrens Anklage gegen die drei Tatverdächtigen erhoben. Bei der Verhandlung am gestrigen Donnerstag vor dem Amtsgericht Kirchheim wurden zwei der Angeklagten wegen Körperverletzung zu fünf und sechs Monaten Freiheitsstrafe auf zwei Jahre zur Bewährung verurteilt. Außerdem müssen sie eine Geldbuße in Höhe von 1000 und 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung bezahlen.

lp