Lokales

Schöne Tage an der Römischen Weinstraße

Die Oberlenninger Albvereinler waren vier Tage an der Mosel. Es begann mit einer Stadtführung in Trier, ging weiter mit zwei geführten Wanderungen an der Römischen Weinstraße und endete mit einer Schifffahrt auf der Mosel.

LENNINGEN In Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, wurden die 20 Teilnehmer nach fünfstündiger Busfahrt bei herrlichem Sommerwetter von ihrer Reiseleiterin zur Stadtführung erwartet.

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Mit dem Bus ging es zu einem Aussichtspunkt über der Stadt. Hier konnte die Gruppe die römischen Bauten wie Porta Nigra, Kaiserthermen und Amphitheater sehen. Zu Fuß ging es von den Kaiserthermen durch den Palastgarten zum Kurfürstlichen Palais und zur Konstantin-Basilika. Die "Aula Palatina" diente zur Römerzeit als Thronsaal Kaiser Konstantins. Die nächste Station war der Trierer Dom mit seinen monumentalen Kirchenanlagen. Der Dom zeigt mit drei Krypten, Kreuzgang, Domschatzkammer und Heilig-Rock-Kapelle Architektur und Kunst aus einer Zeitspanne von über 1700 Jahren. Weiter ging es über den Hauptmarkt zur Porta Nigra, dem Wahrzeichen der Stadt Trier. Das römische Stadttor aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus wurde aus Sandsteinquadern erbaut und mit Eisenklammern verbunden. An allen Stationen der Führung befand man sich auf den Spuren der Römer.

Nach der Stadtführung konnten die Albvereinler die Stadt noch auf eigene Faust erkunden, bevor in Kenn das Quartier bezogen wurde.

Am nächsten Morgen fuhr die Gruppe nach Kordel in der Eifel. Hier war eine Tageswanderung angesagt. Durch das tief eingeschnittene Butzerbachtal, dessen Weg von mehreren Wasserfällen gesäumt ist, über viele Stege führt, gelangten die Wanderer auf die Hochfläche. Am Ende des Abendteuerpfades hieß es noch eine 30 m lange Hängebrücke zu überqueren. Dies bereitete viel Spaß. Von hier ging es, vorbei an den Pützlöchern (Römisches Erzbergwerk und Steinbruch), zur Geyersley, einem Aussichtspunkt hoch über dem unteren Kylltal. Dann ging es über die Genovevahöhle zur Burg Ramstein. Diese Burg wurde um 1300 auf einem Sandsteinfelsen unter Erzbischof Diether von Nassau erbaut. Von der Burg stehen noch die Umfassungsmauern in voller Höhe und man sieht Reste von Sitznischen, Kaminen und Wendeltreppen.

Nach einer Kaffeepause im Burggasthof wanderte man auf dem Kylltalweg nach Ehrang und dann zurück nach Kenn.

Am Samstag wanderte die Gruppe in den Weinlagen von Kenn und Longuich zur Römervilla Urbana nach Longuich. Die Reiseleiterin erläuterte die Ausgrabungen aus der Römerzeit. Für einige Albvereinler endete hier die Wanderung und sie fuhren mit dem Bus nach Longuich zur Kirchen- und Ortsbesichtigung. Die anderen Wanderer machten sich mit der Wanderführerin auf, den Rioler Klettersteig zu bezwingen. Durch die Weinberge von Riol gelangte man zum Klettersteig. Der mit Drahtseilen gesicherte Weg führte 150 m steil bergauf durch die Felsen zu einem Aussichtspunkt. Ein herrlicher Blick über das Moseltal belohnte die Wanderer für die Mühe. Nach kurzer Rast erfolgte der Abstieg nach Mehring. Von hier ging es auf dem Moselweg zurück nach Longuich. Am Abend rundete ein Besuch des Kenner Dorffestes den erlebnisreichen Tag ab.

Am letzten Tag fuhr die Wandergruppe mit dem Schiff auf der Mosel von Schweich nach Neumagen. Die vielen Schleifen und die steil abfallenden Weinberge beeindruckten. In Neumagen, der ältesten Weinbaugemeinde an der Mosel, lud die Reiseleiterin zu einem Spaziergang durch den Ort ein. Sie berichtete über die römischen Ausgrabungen, die Schieferbauweise der Häuser und den Weinanbau in der Gemeinde. Leider verging die Zeit wie im Flug und es hieß Abschied nehmen von der Reiseleiterin und dem schönen Moselland an der Römischen Weinstraße. Über Piesport, Klausen, Boppart, Alzey, Worms ging es zurück. In einer Gaststätte in Wendlingen ließ man die Reise gemütlich ausklingen.

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