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"Schönster Freiluftkinosaal am Albtrauf"

"Der Martinskirchplatz ist der schönste Freiluftkinosaal am Albtrauf", schwärmt Eventmanager Reimund Fischer. Zum Sommerende plant er dort ein zwölftägiges Open-Air-Kino-Spektakel und setzt dabei auch auf Partner aus dem heimischen Gewerbe und der Gastronomie.

RICHARD UMSTADT

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KIRCHHEIM Die Vorbereitungen für das dritte Sommernachtskino Kirchheim sind angelaufen. Nach den Worten des Geschäftsführers der Heilbronner Firma Eventmanagement EmBW, Reimund Fischer, soll das Open-Air ein Festival der besonderen Art unter freiem Himmel werden. "Der Platz vor der Martinskirche ist nicht nur weitläufig, sondern bietet mit den umliegenden Gebäuden Kornhaus, Martinskirche, Max-Eyth-Haus jede Menge heimelige Atmosphäre", meint Fischer. Grund genug für ihn und seinen Veranstaltungskompagnon, die Ludwisgburger Firma two oscars, den Martinskirchplatz in lauen Sommernächten in den schönsten Freiluft-Filmfestsaal am Albtrauf zu verwandeln. 700 Sitzplätze bietet das dritte Sommernachtskino in der Teckstadt von Mittwoch, 24. August, bis Sonntag, 4. September.

Unter dem Motto "Nachtschwärmer" präsentiert das Sommernachtskino in zwölf Nächten aktuelle Filme, Unterhaltung und kulinarische Genüsse in stilvoller Atmosphäre. Für das leibliche Wohl sorgen die Firma Holz GmbH und deren Partner.

Da keine öffentliche Förderung möglich ist, muss sich das Projekt finanziell selbstständig tragen. "Allein der technische Aufwand schlägt mit rund 40 000 Euro zu Buche." Hinzu kommen die Kosten für das Personal und die Filmverleiher. Deshalb ist Reimund Fischer auf der Suche nach Partnern, die sich am Sommernachtskino Kirchheim monetär beteiligen wollen. Dazu der Eventmanager: "Wir bringen die Technik und das Event-Know-how und stellen damit die Marketing-Plattform für Sponsoren aus dem örtlichen Gewerbe sowie der Gastronomie zur Verfügung".

Den Filmevent im Herbst auf dem Karree zwischen Martinskirche und Kornhaus sieht Fischer als regional kulturelles Entertainment, das das kulturelle Angebot in der Teckstadt aufwerte. "Hier kann man sich mit Freunden treffen, essen und trinken und natürlich den Abend bei einem schönen Filmklassiker genießen". Das täglich wechselnde Filmprogramm setzt sich aus einem Mix aus Komödien, Dramen, Action- und Liebesfilmen sowie Fantasy zusammen. Die überdimensionale 12 Mal 5,5 Meter große Leinwand bietet beste Qualität.

Die Firma "two oscars" aus Ludwigsburg rüstete bereits Alfred Speiser mit ihren technischen Anlagen aus, als der Lichtspielhausbetreiber 2002 erstmals auf dem Martinskirchplatz ein Kino-Open-Air veranstaltete.

Außerdem bietet die Open-Air-Filmveranstaltung den Firmen aus Kirchheim und Umgebung die Möglichkeit, ihre Kunden zu einem Filmabend in die VIP-Lounge einzuladen. Auch könnte das Freiluftkino den passenden Rahmen für Events aller Art abgeben. Entsprechende Erfahrungen bringt Reimund Fischer unter anderem aus Heilbronn mit. Dort zeigten die Veranstalter "Spiderman" und ermittelten vor dem Film zusammen mit dem Alpenverein an einer Kletterwand die schnellste Spinne Heilbronns.

"Wir bieten auch eine Plattform zur Imagewerbung", sagt Fischer und verweist auf ein anderes Beispiel: In Heilbronn konnten sich die Film-Fans vor dem Open-Air die Haare schneiden lassen. Für den Friseur ein erfolgreicher Versuch, um neue Kundschaft zu werben. "Um die Angebote in aller Ruhe nutzen und die besondere Atmosphäre in historischer Kulisse genießen zu können, sind bereits ab 19.30 Uhr die Tore geöffnet", erklärt Reimund Fischer.

Nun hofft der rührige Eventmanager, Partner für das Kirchheimer Open-Air-Projekt zu gewinnen. "Wir versuchen auch den Einzelhandel zu integrieren". Die Kooperation mit dem Roten Kreuz sei bereits gelungen. "Die Erstblutspender erhalten freien Eintritt." Fischer kann auf Erfahrungen mit dem Open-Air-Kino-Geschäft in Heilbronn, Herrenberg, Ludwigsburg, Bad Mergentheim, Worms und anderen Städten zurückblicken.

Gabriele Huttenlocher, die zuständige Fachfrau für das Kirchheimer Stadtmarketing, begrüßt das zwölftägige Filmspektakel vor Kirchheims historischer Kulisse. "Die Stadt hat an dem Projekt ein sehr großes Interesse und erhofft sich dadurch eine Belebung der Innenstadt". Die Resonanz sei äußerst positiv. Freilich könne sie dem Betreiber zwar mit unbürokratischen Hilfen und Tipps entgegenkommen, nicht aber mit klingender Münze.