Lokales

Schrankenloses Parken

Einladend soll die Weilheimer Tiefgarage unter dem neuen Rathaustrakt werden. Die Bausteine dazu: Zumindest in der Startphase gibt es keine Schranke, die erste Stunde ist kostenfrei und die Parkgebühren sind bewusst moderat gehalten.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Wohl wissend, dass das Thema in der Bevölkerung nach wie vor nicht auf ungeteilte Zustimmung stößt, sprach sich Bürgermeister Bauer in jüngster Gemeinderatssitzung dafür aus, die Schwelle für potenzielle Nutzer der Tiefgarage niedrig zu gestalten. Der Verwaltungsvorschlag für Nutzung und Betrieb fand bei zwei Enthaltungen eine große Mehrheit im Ratsrund: Beschlossen wurde unter anderem, das 50 Stellplätze umfassende und rund um die Uhr offene erste Tiefgaragengeschoss für Besucher im Städtle zu reservieren. Es wird hell gestaltet und ohne Schranke zugänglich sein. Leerrohre werden eine Nachrüstung für eine Schranke oder ein Rolltor allerdings ermöglichen. Aufgestellt wird außerdem ein Parkscheinautomat. Nach der ersten kostenlosen Stunde beträgt die Gebühr für jede weitere Stunde 25 Cent. Diesen Betrag hatte der Gemeinderat im Sommer vergangenen Jahres festgelegt. Sieben Stellplätze werden auf Wunsch der Weilheimer Bank für deren Kunden ebenfalls im ersten Parkdeck eingerichtet. Ohne dass der Zuschuss gekürzt wird, könnte zudem die Hälfte der öffentlichen Stellplätze im ersten Geschoss Dauermietern zur Verfügung gestellt werden.

Anders als die erste Ebene wird das zweite Geschoss mit 56 Stellplätzen durch ein Rolltor abgeschlossen. Dieses Deck ist für Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Banken gedacht; es können dort aber auch Stellplätze verkauft oder vermietet werden.

Zuvor hatten der Verwaltungschef und Stadtbaumeister Rendler einen Zwischenbericht zum Baufortschritt abgegeben. "Wir liegen im Zeitplan", sagte Bauer. Der Beginn der Rohbauarbeiten sei für Anfang März geplant. Im April ist eine Grundsteinlegung vorgesehen. Auf Nachhaken von Gemeinderätin Gerda Schrägle bestätigte Rendler, dass sich beim Ausheben das Rathaus "bewegt" habe. "Jetzt ist aber alles niet- und nagelfest."