Lokales

Schule und Kindergarten verzahnen

Pläne für Schlierbacher Kinder- und Bildungshaus beschlossen

Mit der Genehmigung des Baugesuchs nimmt das Schlierbacher Kinder- und Bildungshaus die nächste Hürde auf dem Weg zur Realisierung. In seiner jüngsten Sitzung votierte der Gemeinderat einstimmig für die von der Verwaltung vorgelegten Baupläne.

Volkmar Schreier

Schlierbach. Bereits in mehreren Etappen hatte sich der Schlierbacher Gemeinderat mit den Planungen für das Kinder- und Bildungshaus beschäftigt und sich grundsätzlich auf den Bau des Hauses geeinigt. Das neue Gebäude soll zwischen dem Dr.-Irmgard-Frank-Kindergarten und der Grund- und Hauptschule entstehen. Ziel ist nicht nur eine räumliche Verknüpfung von frühkindlicher und schulischer Bildung: Kindergarten und Grundschule sollen auch konzeptionell besser miteinander verzahnt werden, wie Bürgermeister Paul Schmid nochmals deutlich machte.

Parallel zur Genehmigung des Baugesuchs beim Landratsamt – dort muss unter anderem auch das Gesundheitsamt wegen der Mensa die Pläne absegnen – soll nun die Ausführungsplanung in Abstimmung mit den Fachingenieuren in Angriff genommen werden. Erst dann kann auch die vorliegende Kostenschätzung weiterentwickelt werden. Derzeit geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von etwa 1,3 Millionen Euro aus. In dem neuen Gebäude sollen unter anderem eine Mensa für die Ganztagsschule und den Kindergarten und drei Gruppenräume für die Betreuung von Kleinkindern entstehen.

Neben den genauen Kosten sind derzeit noch einige Punkte offen, wie Bürgermeister Schmid bei der Vorstellung der Pläne erklärte. So ist zum Beispiel noch nicht klar, ob das Dach des Kinder- und Bildungshauses als reines Blechdach oder mit einer Dachbegrünung ausgeführt wird. „Das wird dann die Ausschreibung der Arbeiten ergeben“, so Paul Schmid.

Für Diskussionsstoff sorgte die Raumplanung der Mensa. Kurt Moll, CDU, kritisierte, dass im Planentwurf keine Umkleideräume für die Mensabeschäftigten vorgesehen sind. Stattdessen sollen sie sich, wenn nötig, im Behinderten-WC umziehen. „Gelten denn die Vorschriften für die öffentliche Hand nicht?“, fragte Moll, der anführte, dass solche Räumlichkeiten jedem Gastwirt abverlangt würden. Bürgermeister Schmid konnte diese Argumentation nicht ganz nachvollziehen: „Es wird in dieser Küche nicht gekocht.“ Und für eine reine Verteilerküche seien separate Umkleideräume nicht vorgeschrieben.

Auch Sabine Hiedels, Freie Wähler, versuchte, ihren Ratskollegen mit ihrer eigenen Erfahrung aus dem Mensabetrieb zu überzeugen: „Umziehen ist da nicht nötig.“ Um dennoch nicht später im Verlauf der konkreten Planungen eine böse Überraschung zu erleben, wollten Kurt Moll und Jörn Feldsieper (FUW) diese Frage aber dann doch vorab mit dem Gesundheitsamt geklärt wissen. Bürgermeister Schmid sagte dies zu. Abschließend segnete der Gemeinderat einstimmig die vorliegenden Pläne für das Kinder- und Bildungshaus ab.

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