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Schulsozialarbeit: Jusossehen Land in der Pflicht

KREIS ESSLINGEN Die Jungsozialisten aus dem Kreisverband Esslingen verurteilen den geplanten Ausstieg aus der Finanzierung der Schulsozialarbeit der CDU/FDP- Landesregierung. Dies ist aus der Sicht des SPD-Nachwuchses ein falsches Signal gegenüber all jenen, die durch die Gerechtigkeitsdefizite im Bildungssystem ohnehin benachteiligt werden.

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"Wer mit Slogans wie ,Kinderland Baden-Württemberg' in den Wahlkampf zieht, darf später nicht den vollständigen Finanzierungsrückzug im Bereich der Schulsozialarbeit ankündigen", kritisiert der Juso-Kreisvorsitzende Tobias Buchmann die Entscheidung der Landesregierung. Die Argumentation der Landesregierung, die Zuständigkeit für diesen Bereich liege allein bei den Kommunen, entbehre an Glaubwürdigkeit. Die Jusos sind der Auffassung, das Land habe immer noch für alles, was rund um die Schule passiere, Verantwortung zu tragen und könne sich aus dieser nun nicht durch die Hintertür herausstehlen.

"Unabhängig von seinen formalen Kompetenzen, sollte sich das Land auch nach seiner politischen Prioritätensetzung fragen, bevor es aufgrund der Finanzbelastung an die Streichung der Schulsozialarbeit geht", findet Katrin Höger, stellvertretende Kreisvorsitzende. Schulsozialarbeit ist nach Ansicht der Jusos unbedingt notwendig, um die Schere im Zusammenhang von Bildung und Armut nicht weiter aufgehen zu lassen. "Besser rechtzeitig investieren, als später reparieren", so die Jusos abschließend.

pm