Lokales

Schutzstreifen für Radfahrer in der Schöllkopfstraße

Die Fortführung des Schutzstreifens für Radfahrer in der Schöllkopfstraße komplettiert das Netz an gesicherten Wegen für Radler in Kirchheim.

KIRCHHEIM Der Kirchheimer Gemeinderat hat im vergangenen Jahr beschlossen, das Radverkehrsnetz in der Stadt wesentlich zu erweitern, indem für Fahrradfahrer auch an den Hauptverkehrsstraßen Routen eingerichtet werden. Gemäß einer Untersuchung des Ingenieurbüros Brenner und Münnich aus Aalen wurde ein wesentliches Element zur Verdichtung des Radverkehrsnetzes an Hauptverkehrsstraßen in der Anlage von Schutzstreifen erkannt.

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Bereits im vergangenen Jahr sind Schutzstreifen in der Eichendorffstraße und in der Lindorfer Straße eingerichtet worden. Jetzt wurde ein weiterer Schutzstreifen in der Schöllkopfstraße angelegt. Dessen Ausführung war vom Technischen Ausschuss des Gemeinderates im April beschlossen worden, nachdem sich zuvor auch die Polizei und Vertreter der lokalen Agenda Initiative "FahrRad" dafür ausgesprochen hatten.

Mit dem neuen Schutzstreifen steht nach Fertigstellung der Umbaumaßnahme am Bahnhof für Radfahrer von der Einmündung der Ziegelstraße bis zur Hegelstraße durchgehend ein gesicherter Weg zur Verfügung. In der Ziegelstraße ist das Radverkehrsnetz der Stadt über einen Radfahrstreifen angebunden.

Bei Schutzstreifen handelt es sich um eine Übergangsform zwischen getrennter und gemischter Führung des Rad- und Kfz-Verkehrs auf der Fahrbahn. Der Einsatz von Schutzstreifen erfolgt dann, wenn Radfahrstreifen nicht eingerichtet werden können wegen zu geringer Restfahrbahnbreite für mögliche Begegnungsfälle.

Durch einen Schutzstreifen wird dem Fahrradverkehr auf der Fahrbahn mittels einer unterbrochenen Leitlinie und sich regelmäßig wiederholenden Fahrradmarkierungen ein eigener Bereich zugeordnet, der für eine gewisse Entflechtung von Auto- und Fahrradverkehr sorgt, ohne sie strikt zu trennen. Sie signalisieren den Autofahrern auffällig, diese Fläche möglichst frei zu halten und damit links von der Leitlinie zu fahren. Bei Bedarf, etwa bei Begegnungen von Lkws oder von einem Pkw und einem Lkw, kann die Markierung des Schutzstreifens überfahren werden, wenn Gefährdungen von Radfahrern ausgeschlossen sind. Radfahrer müssen den Schutzstreifen befahren, wegen der im Bedarfsfall möglichen Mitbenutzung durch den Kraftfahrzeugverkehr selbstverständlich nur in einer Fahrtrichtung.

pm