Lokales

"Schwäbisch g'songa ond g'schwätzt"

Unter dem Motto "Schwäbisch g'songa ond g'schwätzt" stand die Jahresfeier des Gesangvereins Eintracht Dettingen. Auf gut schwäbisch begrüßte daher auch die stellvertretende Vorsitzende Gudrun Strauss die Gäste aus nah und fern und wünschte einen vergnüglichen, fröhlichen Abend in der schön und frühlingshaft geschmückten Halle.

Für die Jahresfeier hatten sich alle aktiven Gruppen wieder einiges einfallen lassen und fleißig geübt. Nun übernahm Andreas Hummel das Zepter und kündigte als erstes die Gruppe der Eintrachtspatzen an, die es seit Ende 2005 als Neugruppierung wieder gibt. Unter der Leitung von Myriam Groß und Liliana Rindle sangen sie Stücke wie "Grüß Gott und Willkommen" oder "Regenbogen". Es war eine Freude, wie unbekümmert und lustig die Kinder ihren Auftritt meisterten.

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Zwischen den einzelnen Vorträgen brachte Andreas Hummel immer wieder Einlagen, die zum jeweiligen Liedvortrag und zum Motto passten. Als zweite Gruppe trug der Kinderchor "Voice Company" die Volkslieder "Ich bin ein Musikant", "Auf dr schwäbischa Eisebahna" und "Muss i denn zum Städtele hinaus" vor. Aufgelockert wurde der Auftritt mit Gestik und Figuren, zum Beispiel einem Geißbock.

Ein Zwischenvortrag zeigte die Probleme auf, die zu dem Thema schwäbisch und hochdeutsch in den Familien entstehen. Gekonnt brachte Andreas Hummel mit einigen Wortmischungen Beispiele vor, die heute durchaus üblich sind. Der Chor "All Generations" setzte das Programm fort mit dem Lied "Noah" und einer besonderen Vortragsweise. Während die Chorgruppe sich englisch singend durch die Halle in Richtung Bühne bewegte, wurde der Text in schwäbisch von Chorleiter Franz Hanicz gelesen, den Noah stellte Walter Bauer dar, am Ende landete die Arche in Dettingen mit Aufforderung an die Insassen, sich hier niederzulassen.

"Guck guck, i han a Ufo g'seah" diesen Titel hatte sich die Chorgruppe als zweiten Vortrag ausgesucht, ein Bild, worauf ein Ufo zu sehen war untermalte den Chorvortrag. Aus der fliegenden Untertasse stiegen dann auch noch zwei grüne Männchen aus und antworteten nach ihrer Sprache gefragt: "Mir schwätzet au schwäbisch."

Der nächste Programmpunkt war der Sketch "Die Seelenwanderung" gespielt von Petra und Walter Bauer. Die Geschichte spielte im Zimmer eines Bürgermeisters, über den Dialog war zu erfahren, was in traumähnlichen Vorstellungen alles möglich ist, nämlich von Berufen und Dienstleistungen in früheren Leben, bis zu Gehaltserhöhungen in der Gegenwart. "Schatz i trau dir net", mit diesem Lied setzte der Frauenchor das Programm fort und natürlich war der Text deutlich an die Männerwelt gerichtet, nicht zu vergessen, dass im Text auch an die Schönheit der Männer erinnert wird.

Mit der Herstellung von Spätzla setzte sich der Frauenchor im "Spätzleslied" auseinander, sowie mit der Weiterverwendung und Kombinierbarkeit mit anderen Gerichten. Beim Lied "Wenn i mol alt be" kam auch ein älteres Ehepaar ins Spiel, das darauf hoffte, dass der aufgestellte Chor auch Lieder auf schwäbisch singen mag und an alte Zeiten erinnert. Als sie sich auf eine nebenstehende Bank niederließen, wurden sie ihrem Wunsch entsprechend belohnt.

Der Männerchor als letzte Gruppe vor der Pause begann mit dem Lied "Württeberger Wei" und meinte dann mit "Schlecht Wetter" als zweitem Lied, dass dies sowieso nicht zu ändern wäre, Hauptsache sei doch "dass es Most g'nug geit".

Als erste Gruppe nach der Pause spielte das Akkordeonorchester "Die gute alte Bimmelbahn" und ein Potpourri "So klingt's im Schwabenland". Als drittes Stück brachten sie die Polka "Schwarzwälder Maidle" zu Gehör. Das Orchester trat zusammen mit Spielerinnen und Spielern aus Schopfloch auf, unter der Leitung von Lydia Lick, als Zugabe spielten sie noch eine schwäbische Lambada.

"Europa wir kommen", hieß der folgende Sketch. Darin wurde beschrieben, welche Dinge bei gegenseitigen Besuchen der europäischen Partnerländer wichtig sind und wie man landläufige Gepflogenheiten erklärt. Sollten nämlich die notwendigen Erläuterungen falsch verstanden werden, so kann das im sprichwörtlichen Sinne "in die Hose gehen", so jedenfalls meinten das die Mimen Petra und Walter Bauer.

"Breng mr no a Viertele" sang der Männerchor mit Akkordeonbegleitung durch Matthias Eisenhuth und Paul Moldenauer und "Mädle hol dein Kruag ond schenk mr ei". Zum nächsten Liedvortrag mussten die Männer eine kleine Umkleidung vornehmen, die dem Text in dem Lied "D'r G'sangverei" gerecht wurde. Die Umkleidezeit wurde dann von Andreas Hummel und Chorleiter Franz Hanicz mit je einer treffenden Geschichte überbrückt.

Zuletzt traten dann der Frauen- und Männerchor gemeinsam auf und bestritten das Finale mit dem auch als Bodenseelied bekannten "Gi-Ga-Gondele", in dem vom Schifflein schaukeln und Fahren sowie von "nette Mädla" die Rede ist.

he