Lokales

Schwäbischer Albverein: Voller Tatendrang ins neue Jahr

Auf der Hauptversammlung des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Bissingen-Nabern wurde das Jahr 2004 mit einer durchweg positiven Bilanz abgeschlossen. Viele Veränderungen wurden auf den Weg gebracht und umgesetzt. Einschneidend waren der Wechsel an der Vorstandsspitze und die Umstrukturierung des Ausschusses.

BISSINGEN Erstmals eröffnete Renate Steegmaier, seit März 2004 Erste Vorsitzende des Albvereins, die Hauptversammlung. Glücklicherweise gab es vom letzten Jahr viel Positives zu berichten. Der Führungswechsel von Hannelore Stiefelmeyer, die das Amt in jüngere Hände abgeben wollte, zu Renate Steegmaier war reibungslos und sehr erfolgreich vollzogen worden. Die damit einhergehende Umstrukturierung des Vorstands, die zum Ziel hatte, die Vorstandsmitglieder in ihrer Arbeit zu unterstützen und zu entlasten, hatte die gewünschte Wirkung. Maßnahmen waren unter anderem die Schaffung eines Sekretariats, in persona Conny Schirmer, und eines Ressorts Mitgliederbetreuung, besetzt von Rudolf Gölz. Wichtige Aspekte des Vereinslebens konnten so intensiver bearbeitet und gestaltet werden.

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Wesentlicher Programmpunkt und vielleicht schönste Pflicht einer Albvereinsvorsitzenden ist die, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Sehr großen Anklang fanden, insbesondere auch bei Nichtmitgliedern, die historische Wanderung rund um Bissingen, die Schnuppertour für Neubürger, der Besuch beim Bissinger Müller und die Heilkräuterwanderung, geführt vom ortskundigen Apotheker. Jede Altersgruppe findet hier die passenden Aktivitäten. So auch die ganz Jungen, die Albfüchse, unter der Leitung von Karin und Lisa Rager. Mit Begeisterung nahmen die Kinder wieder jede Gelegenheit wahr, zusammen zu spielen, Ausflüge zu unternehmen oder die "großen Auftritte" einzustudieren. Entsprechenden Applaus ernteten die Akteure deshalb sowohl bei der Jahresfeier als auch bei der Nikolausfeier auf der Teck.

Auch die Theatergruppe der erwachsenen Mitglieder des Albvereins begeisterte bei der Jahresfeier mit dem Stück "Zum Teufel mit der Vollwertkost". Ein tolles Erlebnis für Kinder und deren Eltern war auch die Übernachtung auf der Teck, die trotz regnerischem Start für alle zum unvergesslichen Wochenendausflug wurde. Für junge Familien war im letzten Jahr auch sonst wieder Einiges geboten. Diverse Wanderungen, Radtouren, Drachensteigen auf dem Auchtert, die Nikolausfeier auf der Teck und vieles mehr. Das soll auch 2005 so bleiben, versprach Anne Link, Familienfachfrau des Albvereins. Geplant sind bereits eine viertägige Familienfreizeit in der Alten Mühle von Langfurth, einige Radtouren und Wanderungen, eine Dorfrallye in und um Bissingen und andere attraktive Programmpunkte.

Ein "straffes Freizeitprogramm" wurde von der Seniorengruppe unter der Leitung von Anna Ehni absolviert. Bei allem, was letztes Jahr unter Einsatz von vielen helfenden Händen auf die Beine gestellt wurde, waren der Umzug in neue Räumlichkeiten des Kindergarten Höfle, der von Uli Schirmer entwickelte und installierte Internetauftritt und die Neugestaltung der Präsenz auf der Kelterhocketse markante Eckpunkte. Die im Rahmen dieser Veranstaltung erstmals vom Albverein ausgerichtete Ü33-Party fand vor allem bei den "Grufties" großen Anklang. Der Verkauf der selbst gemachten Bätscher brachte etwas Geld in die Vereinskasse und der erstmalige Ausschank von Transfairkaffee wurde als positives Signal verstanden und sogar als schmackhaft empfunden.

Ein kleiner Wermutstropfen im letzten Jahr war die Auflösung der Singgruppe. Da die scheidende Chorleiterin in der Hauptversammlung selbst anwesend war, hatte Rudolf Gölz die Gelegenheit, sich mit einem Blumenstrauß für ihr unermüdliches Engagement zu bedanken. Spontan ließ sie die ehemaligen Chormitglieder zwei Lieder anstimmen und wurde dafür mit viel Applaus bedacht.

Nach so viel Vergangenheit gab Renate Steegmaier einen Ausblick auf das, was das Jahr 2005 wohl bringen wird. Mit attraktiven Programmpunkten im druckfrischen Wander- und Veranstaltungsplan, wie einem Theaterbesuch in Stetten, einem Museumsbesuch in Stuttgart, einer Quellenwanderung und vielem mehr, verspricht auch das neue Jahr ein voller Erfolg zu werden. Erfreulich ist auch die Neugründung einer Freizeitgruppe, die sich "Stürmischer Herbst" nennt. Angesprochen werden mit diversen Angeboten vorwiegend diejenigen Albvereinsmitglieder und auch Nichtmitglieder, die tagsüber nicht beruflich gebunden sind. Jeden zweiten Dienstag im Monat will die Gruppe wandern, radeln oder einen Ausflug machen.

Die Erste Vorsitzende gab anschließend das Wort an Kassier Bernhard Däschler, der eine geordnete Kasse und eine lückenlose Buchführung nachwies. Dies wurde von den Kassenprüfern Heinz Merkle und Traude Link-Österle bestätigt, sodass Vorstand und Kassier einstimmig entlastet werden konnten. Die stellvertretende Vorsitzende Karin Rager und Schriftführerin Anne Link konnten ebenfalls entlastet werden.

Es folgten die Berichte der Fachwarte und der Abteilungsleiter. Im Interesse der Allgemeinheit hatten beispielsweise Naturschutzwart Heinz Reinöhl und sein Stellvertreter Klaus Kächele mit zahlreichen Helfern wieder zwei Pflegeaktionen durchgeführt, eine auf dem Hörnle und eine auf dem Sattelbogen. Auch die Instandhaltung der Wanderwege, die unter der Leitung von Wegwart Eugen Renz hervorragend funktioniert, sollte an dieser Stelle hervorgehoben werden. So galt der besondere Dank der Vereinsvorsitzenden Renate Steegmaier dann auch den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und den vielen Aktiven, die sich mit Engagement und noch mehr Arbeitsstunden für den Verein einsetzten. Eine Bildernachlese und Gespräche sorgten für einen gelungenen Ausklang dieses Abends.

pm