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Schwarzgemalt wird nicht

Mittendrin statt nur dabei. Der Werbeslogan des Fernsehsenders DSF gilt auch für den VfL Kirchheim. Anstatt sich mit einem Sieg etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen, ist genau das Gegenteil eingetreten.

KLAUS-DIETER LEIB

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KIRCHHEIM Wie wichtig der überraschende Kirchheimer Auswärtssieg bei Normannia Gmünd (2:1) vor zwei Wochen war, zeigte der letzte Vorrundenspieltag. Die beiden Letztplatzierten TSV Schwieberdingen (2:0 beim FC Nöttingen) und die Stuttgarter Kickers II konnten ihre Spiele gewinnen und verkürzten den Abstand zum VfL auf einen Zähler die große Chance, ein Polster zwischen sich und die Konkurrenz zu schaffen, wurde leichtfertig vertan. VfL-Trainer Christian Hofberger nahm es überraschend gelassen: "Wir hätten einen großen Schritt machen können, aber durch unsere Niederlage ist alles enger zusammengerückt." Auch Michael Rentschler wollte nicht Schwarzmalen: "Wir wussten von Anfang an, dass wir gegen den Abstieg spielen werden." Nicht überrascht über die Niederlage war Norbert Krumm, der sportliche Leiter des VfL: "Ich habe immer gesagt, dass die Stuttgarter Kickers nicht unten rein gehören."

Ob es in der Winterpause Verstärkungen geben wird, darüber wollte sich Rentschler nicht äußern: "Wir können nur Spieler verpflichten, die in unseren finanziellen Rahmen passen." Von der Entwicklung einiger Spieler ist das Trainergespann nicht überzeugt, weswegen davon auszugehen ist, dass man sich während der Winterpause von dem einen oder andern Spieler trennen wird Namen wollte Rentschler allerdings nicht nennen. Für Abteilungsleiter Dr. Jörg Mosolf wird es in Sachen Spielerverpflichtung keine finanziellen Abenteuer geben: "Wir setzen auf Nachhaltigkeit und es wird dadurch immer wieder den einen oder anderen Rückschlag geben."

Ein Wiedersehen gab es mit Dennis Förster, der in der Sommerpause zu den Stuttgarter Kickers gewechselt war, aber nicht zum Einsatz kam. "Ich war wegen einer Achillessehnenreizung lange Zeit verletzt", so Förster, der sich dennoch über das Wiedersehen mit seinen alten Kameraden freute. Dass dies auf dem Kunstrasen und nicht im Stadion stattfand, hatte seinen Grund: Nach tagelangem Hin und Her entschieden Hofberger und Rentschler am Samstagvormittag, auf den Kunstrasen auszuweichen. "Wir waren überzeugt, dass es besser ist auf dem neuen Kunstrasen zu spielen als auf der Sandpiste im Stadion", erklärte Rentschler. Für Gästetrainer Björn Hinck war diese Entscheidung nicht nachzuvollziehen, auch wenn er einräumte, dass der Kunstrasen in einem guten Zustand war: "Fußball ist trotzdem ein Rasenspiel."

Vor der Winterpause ist der VfL Kirchheim am kommenden Samstag noch zu Gast beim TSG 1899 Hoffenheim II. Der Nachholtermin für die Partie beim FC Nöttingen ist noch nicht festgelegt. Die Begegnung wird aber auf jeden Fall nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. So oder so: Die Rückrunde wird für den VfL nicht einfach werden gegen die unmittelbaren Konkurrenten TSV Schwieberdingen (18. Platz), Stuttgarter Kickers II (17.) und SV Linz (15.) müssen die Blauen jeweils auswärts ran.