Lokales

Schwein "flüchtete" von Transporter

AICHELBERG "Schwein gehabt" hatte im wahrsten Sinne des Wortes ein Landwirt aus Hohenstadt. Dieser war mit seinem Geländewagen und einem Anhänger, der mit mehreren Sauen beladen war, in den frühen Morgenstunden des Montags auf dem Weg nach Esslingen, als sich am Aichelberg plötzlich der seitliche Verschlag des Tieranhängers auf der Autobahn öffnete. Aus diesem purzelte dann bei voller Fahrt ein 180 kg schweres Hausschwein. Der Landwirt, der auf dem Weg zu einem Schlachthof im Raum Esslingen war, bemerkte die "Flucht" der schwersten Sau in seinem Anhänger erst dort. Aufgeregt informierte er seinen Sohn, der sich mit der Autobahnpolizei in Mühlhausen in Verbindung setzte.

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Das glücklicherweise nur leicht verletzte Schwein hatte sich nur leicht die Hinterbacken geschürft und labte sich anschließend am Grün des rechten Fahrstreifens der Autobahn, so dass mehrere Verkehrsteilnehmer ausweichen, beziehungsweise anhalten mussten. Der Chef eines in der Nähe ansässigen Abschleppunternehmens kam mit seinem Autotransporter durch Zufall hinzu und reagierte geistesgegenwärtig. Da sich das Schwein jetzt auf dem Standstreifen befand und im Gras nach etwas Fressbaren suchte, manövrierte er sein Fahrzeug in steilem Winkel mit dem Heck an die Leitplanke, öffnete die Beifahrertüren und bildete so mit dem Streifenwagen einen Käfig für das Hausschwein. Auf diese Weise eingesperrt blieb es ruhig und war keine Gefahr mehr für den schnellen Autobahnverkehr. Auch konnte von dem Abschleppunternehmer auf die Schnelle ein kleiner Tiertransportanhänger organisiert werden. Die schlachtreife Sau entkam ihrem Schlachter allerdings nicht für immer.

lp