Lokales

Segeltörn zu Adler, Geier und Rotem Milan

25 Kinder in Alter von 6 bis 13 Jahren und 14 Erwachsene besuchten bei einer Jugendausfahrt des Yachtclubs unter Teck nach einem Segeltörn auf Schiffen von Gohren nach Bregenz die Adlerwarte auf dem Pfänder.

KIRCHHEIM Nach dem Verteilen roter, blauer und türkiser Bandanas ging es vom Treffpunkt an der Naberner Zehntscheuer nach Gohren an den Bodensee. Dort warteten schon die fünf Vereinsschiffe des Yachtclubs und zwei private Schiffe von Mitgliedern, eines davon stilecht mit Papagei, auf die ganze Bande. Nach einer ersten Einweisung kehrte auch auf dem letzten Schiff kurz nach Mitternacht Ruhe ein, denn für den kommenden Tag stand ein großes Programm an.

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Kurz nach 6 Uhr Uhr klingelten die Wecker und es ging raus aus den Schlafsäcken. Zum Entsetzen der Betreuer hatte es in der Nacht zu regnen begonnen. Ein Ende war nicht absehbar. Wie 2005 schien das Ziel der Reise, nämlich die Adlerwarte mit der Flugvorführung auf dem Pfänder unerreichbar. Die Entscheidung, es dennoch zu wagen, wurde belohnt. Kurz nach dem Verlassen des Hafens verzogen sich Regen und Wolken und machten der Sonne Platz. Unter Segeln ging es dann nach Bregenz. Dort angekommen ging es vom Sportboothafen quer durch die Stadt zur Pfänderbahn und mit dieser nach oben. Von der Bergstation aus konnte die Gruppe über den ganzen See bis Konstanz sehen.

Nach einem kurzen Spaziergang kamen alle zur Adlerwarte. Als dann Adler, Geier, Roter Milan und Falken ganz knapp über die Köpfe der Zuschauer flogen, wurde es manchem Kind schon etwas unheimlich. Aber das Erlebnis, die Tiere ganz nah zu spüren, sorgte für bleibende Eindrücke. Nach einem Rundgang durch den Wildtierpark marschierten die Kirchheimer dann zu Fuß den Pfänder runter nach Bregenz. Für manchen war dies die wahre Herausforderung an Kondition und Muskulatur. So mancher Teilnehmer entdeckte dadurch Muskeln, die er noch gar nicht kannte, die sich aber mehrere Tage lang immer wieder mehr oder weniger schmerzhaft in Erinnerung brachten.

Der Abend klang dann auf den Schiffen, von denen manche eine Party erlebten, aus. Tags darauf ging es nach einem ausgedehnten Frühstück wieder zurück in den Heimathafen, zum Teil unter Spinnaker und Gennaker, zum Teil unter Motor. Dort räumten und reinigten Erwachsene und Kinder gemeinsam die Schiffe.

Nach einer wohlverdienten heißen Schokolade im Ultramarin Hafen stand die Heimreise an. Den Wunsch der Kinder auf Verlängerung konnte der Yachtclub nicht erfüllen, der Bitte um eine erneute Jugendausfahrt 2007 aber schon. Die Suche nach einem neuen interessanten Ziel hat bereits begonnen. Noch Tage nach der Ausfahrt konnte man die Bandanas, vor allem in Nabern, dem Sitz des 318 Mitglieder zählenden Yachtclubs, sehen.

Bilder der Jugendausfahrt sind auf der Homepage des Yachtclubs unter www.ycut.de zu sehen.

jh