Lokales

Sehr anspruchsvolles Jahr im Forst

Revierleiter Alexander Klein informierte den Lenninger Gemeinderat über die aktuelle Waldsituation

Von einem sehr anspruchsvollen Jahr sprach Alexander Klein, Revierförster in Lenningen, als er dem Gemeinderat einen Überblick über die aktuelle Waldsituation gab.

Lenningen. „Es war ein langer Winter, weshalb sich auch der Holzeinschlag in die Länge zog“, erklärte Alexander Klein. Am Ende sorgte Nassschnee für weitere Arbeit, denn durch die Last gab es Schneebruch und viele Bäume wurden umgedrückt. „Dann kam das Hochwasser mit seinen riesigen Schäden“, zählte der Revierförster weiter auf. Feld- und Forstwege wurden in Mitleidenschaft gezogen. „Der Wallenbergweg ist gerissen und auf einer Länge von etwa 500 Meter komplett abgerutscht“, verdeutlichte er die Situation. Diese Risse seien schnell geschlossen worden, um weitere Folgeschäden zu vermeiden. Die Oberlenninger Steige habe es noch schlimmer erwischt. „Als die Altlasten vom Hochwasser endlich beseitigt waren, kam der Hagel und hat ordentlich Laub von den Bäumen runtergeschlagen und die Rinde beschädigt“, zählte Alexander Klein weiter auf.

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Dann gab es noch die „Großaktion“ an der Gutenberger Steige, bei der es zwar viel Arbeit, jedoch überwiegend minderwertiges Holz zu ernten gab. Die Kosten dafür beliefen auf rund 38 000 Euro. „Wir kommen wohl null auf null raus“, freut sich der Revierleiter, denn dies sei bei solchen Aktionen nicht immer der Fall.

„Für die Fülle an Aufgaben, zu denen auch Felsfreistellungen und Wegeunterhaltung zählten, haben wir ein gutes Ergebnis erzielt“, urteilte Alexander Klein. Es liegt bei etwa 10 000 Euro.

Der Förster gab auch einen Ausblick auf die laufende Saison. Auf der Kuppe des Schlossbergs haben sich zu seiner Freude Walnussbäume angesiedelt. Diese Baumart möchte Alexander Klein an diesem Standort als landschaftsprägendes Element fördern. Insgesamt will er heuer rund 3 300 Festmeter Holz einschlagen. „Geplant sind 36 Hiebe, wobei viele kleine mit dabei sind“, erklärte er. Außerdem ist auch der Einsatz eines Vollernters geplant. „Der kommt nur alle drei bis vier Jahre, damit sich die Anreise lohnt “, so der Revierleiter.

Alexander Klein rechnet mit Einnahmen in Höhe von knapp 120 000 Euro, denen Ausgaben von insgesamt rund 110 000 Euro gegenüber stehen. Einstimmig stimmte der Gemeinderat dem Nutzungs- und Bewirtschaftungsplan 2014 zu.