Lokales

Senioren gegeneine Spezialklinik

ESSLINGEN Der Stadtseniorenrat Esslingen (SSR) hatte die Fraktionen des Esslinger Gemeinderates zu einem Gespräch eingeladen. Dabei ging es auch um die medizinische Versorgung. Als komplexes Thema erwies sich die Entwicklung des Gesundheitswesens in Esslingen. Der SSR befürchtet, die Städtischen Kliniken könnten sich immer mehr ertragsorientierten Spezialtätigkeiten zuwenden, was zu Lasten einer "guten breiten Versorgung" der Esslinger Bevölkerung gehe. Bekanntlich bauen die Städtischen Kliniken mit einem zweiten Linksherzkatheter ihr lukratives Herzzentrum aus, um sich als solches im Landkreis an erster Stelle positionieren zu können.

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Der Seniorenrat vertrat die Ansicht, dass mehr für die palliative Versorgung (Lindern der Beschweren bei schweren unheilbaren Erkrankungen) getan werden müsse. Er forderte eine angemessene geronto-psychiatrische Versorgung. Dazu wurde den Vertretern der Fraktionen ein Papier des Stadtseniorenrats übergeben. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass der Gedankenaustausch fortgesetzt werden soll.

ez/rum