Lokales

SF Dettingen als Grafenberger Stolperstein?

Spitzenreiter TSV Grafenberg bedient sich fürstlich am Punktekuchen in der Kreisliga A. Auf die SF Dettingen wartet übermorgen der schwierige Auftrag, den bisher souveränen Spitzenreiter zu stoppen.

REIMUND ELBE

Anzeige

KIRCHHEIM Nach dem jüngsten 4:0 über den altehrwürdigen FV 09 Nürtingen, setzten auch die Grafenberger Grantler unter den Fans ihr Sonntagslächeln auf. Sieben Tage nach jener spektakulären Festigung der Spitze, wollen nun ausgerechnet die Sportfreunde Dettingen der guten Laune beim mit sechs Punkten Vorsprung führenden TSVG ein Ende bereiten. Eine große Empfehlung war das 2:2 der SFD beim AC Catania vergangenen Sonntag jedoch nicht. Zumindest bewiesen die Dettinger, die noch einen 0:2-Rückstand aufholten, gute Moral möglicherweise ein wichtiger Baustein für ein Bestehen gegen das Team aus dem Kreis Reutlingen. Die Dettinger sind momentan nur Elfter, können jeden Punkt gut gebrauchen.

Zu den Daumendrückern der Sportfreunde aus der direkten Verfolgergruppe des Tabellenführers gehören unter anderem Oberlenningen und Weilheim. Trotz zweier Niederlagen in Folge rangiert Aufsteiger TSVO immerhin noch auf Platz drei. Trainer Karl-Heinz Toparkus haben die vergangenen Negativerlebnisse freilich etwas auf die Laune geschlagen: "Besonders beim 0:4 in Neuffen war ich sehr enttäuscht über die Leistung meiner Mannschaft", unterstreicht er vor dem Heimauftritt gegen den Tabellenachten TV Neidlingen. Trotzdem glaube er nicht, dass sein Team "auf einen dauerhaften Tiefpunkt" zusteuere. Wegen Rückenproblemen wird Angreifer Amel Licina am Sonntag fehlen. Die Kicker des TV Neidlingen vergaben zuletzt mit einer Nullnumer gegen Abstiegskandidat TB Neckarhausen das Andocken an die Verfolgergruppe des Spitzenreiters.

Der Sechste, TSV Weilheim, trifft auf den Vierten, FC Frickenhausen II. "Unser junges Team kommt offenbar noch nicht mit Druck zurecht. Deshalb verlieren wir immer dann, wenn wir auf dem Weg nach oben sind", erklärt Weilheims sportlicher Leiter Günther Friess, der sich dennoch zuversichtlich vor der Partie gegen die Verbandsligareserve gibt: "Bis auf drei Urlauber sind alle an Bord. Ich bin mir sicher, dass es besser läuft als zuletzt."

Beim Tabellenneunten TSV Holzmaden bleibt Onkel Frieder Linsenmayer (49) erste Wahl im Tor. "Ich rechne nicht mehr damit, dass unsere verletzten Keeper David Lempp und Fladislaw Semlanski bis zur Winterpause ihre Verletzungen auskuriert haben", erläuterte TSVH-Abteilungsleiter Frank Linsenmayer. Bis zum Spielauftakt im kommenden März will "Linse" auf jeden Fall einen zusätzlichen Schlussmann verpflichten, um diese Situation "nicht noch mal erleben zu müssen." Übermorgen steht für den Onkel des kickenden Abteilungsleiters gegen den TSV Raidwangen die nächste Bewährungsprobe an.

Immer besser in Schwung kommt der Tabellenzehnte TASV Kirchheim. Nach dem spektakulären 6:5 in Frickenhausen soll die jüngste Punktesammelaktion gegen den Tabellenfünften VfB Neuffen fortgesetzt werden. Der Tabellenletzte AC Catania, für den laut Spielleiter Pasquale Martinelli "der Abstiegskampf begonnen hat", duelliert sich mit dem Vorletzten TB Neckarhausen. Per Sieg im Beutwang wären die Azzurri die Rote Laterne los.

Am Neckar kommt es zum Ehemaligen-Treffen: Der Ex-Erstamateurligist FV 09 Nürtingen trifft auf den Ex-Zweitamateurligist, die Turn- und Spielvereinigung (TSV) Oberensingen. Ein Kräftemessen, das es auf Punktspielebene seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat.