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SGEH erwägt Rückzug der "Zweiten" aus der Kreisliga B6

Der TSV Jesingen hat sich in der Bezirksliga auf Platz drei verbessert, bleibt somit bestes Team aus der Teckregion.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Das Dreipunktepaket beim gestrigen 3:1 über den SV Göppingen war auch der Risikobereitschaft von TSVJ-Trainer Klaus Müller zu verdanken. Beim Stande von 0:1 brachte der Jesinger Übungsleiter mit Tobias Schweiger, Uli Schäfer und Marc Kretschmer binnen kurzer Zeit drei Neue und die Partie kippte. Auch wenn es in Jesingen die Fans nur hinter vorgehaltener Hand sagen: Der TSV mausert sich zu einem Kandidaten für Relegationsplatz zwei.

Der Topfavorit gewinnt derweil immer mehr Boden: Tabellenführer TSuGV Großbettlingen siegte gestern 3:1 beim TSG Zell. Das Bruderduell zwischen Axel Maier, Coach der Zeller, und Claus Maier, Spielertrainer des TSuGV, endete also erwartungsgemäß. Für eine Überraschung sorgte aber Claus Maier selbst. Da mit Berkhan Durak und Oliver Kurz die Großbettlinger Offensivabteilung ausfiel, lief der langjährige VfL-Libero und Mittelfeldregisseur mit 36 Jahren erstmals als Sturmspitze auf schoss allerdings kein Tor. "Das wäre ja noch schöner gewesen", kommentierte Bruder Axel.

Gegen Notzingen war auf den Fildern kein Kraut gewachsen. Nach dem 7:0-Knaller beim Schlusslicht FV Neuhausen geht die Aufholjagd der Eichert-Mannen in der Tabelle weiter. "Die Negativschlagzeilen der vergangenen Wochen haben uns gewaltig gewurmt", unterstreicht Spielertrainer Stefan Haußmann, "bei uns hat es nie eine Krisenstimmung gegeben."

In der Kreisliga A war der Einstand von Trainer Peter Kuch das Thema des gestrigen Spieltages. Zum Match der SFD gegen den VfB Neuffen kamen auch Weggefährten Kuchs wie Trainer-Urgestein Wolfgang Berti, der bekanntlich einst die Dettinger in der Landesliga trainierte und auch beim VfB Neuffen Regie führte. Nach der geglückten Premiere war SFD-Abteilungsleiter Günther Sigel happy. "Mich freut es ganz gewaltig für den Peter, dass der Einstand so gut geklappt hat." Der Bissinger Kuch sammelte auch in Oberlenningen und Neidlingen Sympathiepunkte, denn durch die Niederlage des VfB führen der TSVO und der TVN das Feld in der Kreisliga A mit einem Dreipunkte-Vorsprung an.

In der Kreisliga B sorgte die Spielabsage der Partie SGEH II gegen den SV Nabern für Ärger auf Seiten des neuen Sitzenreiters. Statt eines allseits erwarteten Kantersieges wird die Partie "nur" mit 3:0 für den SVN gewertet. Doch der Personalengpass bei der Spielgemeinschaft hat sich so zugespitzt, dass die SGEH drauf und dran ist, ihr Reserveteam vom Spielbetrieb abzumelden. SGEH-Abteilungsleiter Frank Zintgraf telefonierte diesbezüglich am Sonntagmorgen mit Staffelleiter Stefan Cserny (Notzingen). "Wir müssen jetzt nochmal die Lage intern diskutieren und analysieren", erklärt Zintgraf, "dann fällt eine definitive Entscheidung." Der Fußball-Boss der Spielgemeinschaft wirbt um Verständnis für die schwierige Situation. "Wir haben Woche für Woche alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Mannschaft zusammenzubekommen. Es sind sogar Senioren wie der fast sechzigjährige Uli Haese wieder aufgelaufen", betont Zintgraf, "doch es wird immer problematischer. Jedenfalls ist es nicht fair, wenn einige Naberner von Wettbewerbsverzerrung sprechen."

Wesentlich mehr Grund zur Freude hatte gestern in der Kreisliga B6 Schlierbachs Akteur Alexander Hummel. Der kickende Pressewart der Fußball-Abteilung verwandelte beim 4:4 gegen den TSV Ötlingen zwei Foulelfmeter bislang einzigartig in der fußballerischen Karriere des Schlierbachers. "Sonst habe ich immer nach einem verwandelten Elfmeter den zweiten von einem Teamkollegen schießen lassen."