Lokales

Siegreicher "Blick über den Tellerrand"

Die Schülerzeitung der Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule in Kirchheim hat es erneut geschafft, einen Preis zu ergattern. Die 14. Ausgabe der "Carpe Diem" erhielt den ersten Platz im Schülerzeitschriften-Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg.

KIRCHHEIM Nach einem Jahr harter Arbeit gelang es der "Carpe Diem" wieder, die Jury in den Kriterien Themenvielfalt, journalistische Stilformen, Niveau, Eigenständigkeit, Gestaltung des Titelblatts, Illustrationen und Artikel zu begeistern. Die Preisverleihung fand im Kultusministerium in Stuttgart statt und wurde musikalisch von Schülern umrahmt.

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Zwei stellvertretende Schüler-Redakteure und die beratenden Lehrerinnen der Schülerzeitung bekamen durch den Staatssekretär Georg Wacker die Auszeichnung überreicht. In seiner Rede betonte er unter anderem, dass das Mitwirken an einer Schülerzeitung ein gutes Beispiel für praxisnahe Teamarbeit sei und verwies auf die anspruchsvollen und aktuellen Inhalte. Im Mittelpunkt der Arbeit in der Redaktion einer Schülerzeitung stünden heute neben dem Formulieren und Gestalten von Texten auch die verantwortungsbewusste und selbstständige Recherche und der Umgang mit modernen Medien. Darüber hinaus wurde auch das hohe journalistische Niveau der Schülerzeitschriften gelobt.

Doch bevor ein gutes Ergebnis in vollendeter Form vorgelegt werden kann, muss einiges getan werden. Das Wichtigste begann bereits ein Jahr vorher. Jeden Donnerstag traf sich das ganze Team der "Carpe Diem" zur Redaktionssitzung nicht nur eine sehr große Gruppe voller kreativer Köpfe, sondern auch ein bunter Mix aus allen Schularten der Schule. Die Intention der beiden betreuenden Lehrerinnen Hilke Pock und Elke Claß liegt darin, möglichst viele Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulformen in das Projekt einzubeziehen.

Nach zahlreichen Vorschlägen und kreativen Ideen war das Thema für die neue Ausgabe auch schnell gefunden: "Essen". Ein alltägliches und doch vielschichtiges Thema, mit welchem jeder Einzelne etwas anderes assoziiert. Mit jedem Treffen wurden die Ideen zu den einzelnen Artikeln jedes Schülers spezifischer. Das Erfolgskonzept liegt wohl in der Gruppendynamik, die aufgrund eines immer am Schuljahresanfang unternommenen Redaktionsworkshops entsteht. So fuhren alle an der Schülerzeitung beteiligten Schüler für ein paar Tage in den Schwarzwald nach Schramberg und verbringen die Zeit damit, Artikel zu schreiben, miteinander über die Themen zu reden und sich gegenseitig beim Schreiben ihrer Artikel zu unterstützen. Spätestens nach diesem dreitägigen Workshop war eine angenehme Arbeitsatmosphäre geschaffen, denn die Gruppe war vertraut, jeder Schüler kannte den anderen und jeder war voller Motivation.

Nimmt man die Zeitung in die Hand, so fällt erst einmal das passend zum Thema gestaltete Hochglanz-Titelbild auf. Es unterstreicht die folgenden 127 Seiten, die mit Informationen rund um das Thema "Essen" vollgestopft sind. So gibt es die unterschiedlichsten Bereiche, angefangen mit den Kapiteln: "Knigge in & out" und "Blick über den Tellerrand", bis hin zu "Aufruhr in Schlaraffia" und "mixed pickles".

Das große Sortiment an Schreibstilen und -formen wie zum Beispiel Satiren, Essays, Reportagen und Interviews ergänzt die Vielfältigkeit der Themen. Das breite Spektrum wird aufgelockert durch Lehrersprüche und Klassenfotos und auch in der eigens dafür eingerichteten Rubrik "Schule" wird Informatives zu Themen wie den "Schnuppertagen" oder dem "Spanien-Austausch" gegeben. Die Zeitung ist übersichtlich und vielseitig gestaltet.

Natürlich gehören zu einer Schülerzeitung nicht nur das Schreiben und Recherchieren, sondern auch Organisatorisches. Deshalb machte sich die große Gruppe schon nach Weihnachten auf, um in Kirchheim und Umgebung zu werben denn ohne Werbung geht es nicht. Auch dabei lernten die Schüler fürs Leben, zum Beispiel wie ein Projekt finanziert wird. Mit der zusätzlichen Unterstützung des Fördervereins der Schule stand dem Siegesspurt der "Carpe Diem" dann nichts mehr im Wege.

Bereits jetzt ist die Arbeit an der neuen Ausgabe mit dem Titel "Alltag" voll im Gange natürlich mit dem Ziel, nächstes Jahr wieder zu den Siegern zu gehören.

Daniela Zöllner und Lorenz Bausch