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Sofortiger Brandschutzfür die ...

Sofortiger Brandschutzfür die Freihof-Realschule

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Zu den Leserbriefen "Brandschutz gegen Baufälligkeit?" und "Brandschutz trotz maroder Bausubstanz?", im Teckboten vom 2. Dezember:

Wenn die Baufälligkeit der Kirchheimer Freihof-Realschule so gravierend und der Brandschutz so mangelhaft wäre, wie in zwei Leserbriefen vom 2. Dezember suggeriert wird, dann hätte die deutsche Verwaltungsgründlichkeit die Schule längst geschlossen. Es ist richtig, dass es unwirtschaftlich wäre, durch Sanierungsmaßnahmen zu versuchen, aus diesem Stahlskelettbau ein energetisch und brandschutztechnisch einem Neubau gleichwertiges Gebäude machen zu wollen. Beim Bau dieses Schulgebäudes vor rund 40 Jahren waren die Brandschutzanforderungen geringer als heute und auf eine gute Wärmedämmung wurde damals bei allen Gebäuden kein großer Wert gelegt. Da aber die Gefahr eines Brandes in diesem Schulgebäude auch nicht größer ist, als in allen anderen Schulen, geht es hauptsächlich darum, alle Kinder und Lehrer im Notfall so schnell und sicher wie möglich evakuieren zu können.

Dies ist nach Aussage von zwei Brandschutzexperten, die von der CDU-Gemeinderatsfraktion befragt wurden, über geeignete Fluchtwege kostengünstig sicherzustellen. Die Mängel durch angerostete Befestigungen der Fassadenplatten wurden vor ungefähr drei Jahren sofort nach Feststellung dieser Gefahr mit einem Aufwand von rund 70 000 Euro behoben, da niemand bereit war, die Verantwortung für das erkannte Risiko zu tragen. Für die CDU-Gemeinderätinnen und -räte erscheint es unabhängig von der Haushaltslage unverantwortlich, ein weitgehend intaktes Gebäude abzureißen und an gleicher Stelle in gleicher Größe wieder aufzubauen. Guter Unterricht ist nicht nur in Neubauten machbar und durch zurückgehende Schülerzahlen gibt es genügend Räume für die Ganztagesbetreuung. Die CDU-Fraktion hat in ihrer Stellungnahme zum Haushalt klar zum Ausdruck gebracht, dass für sie Bildung oberste Priorität hat und sie alle beantragten Ergänzungsmaßnahmen an den Schulen unterstützt, aber auf einen luxuriösen Neubau der Freihof-Realschule verzichtet.

Helmut H. Kapp

Gartenstraße, Nabern

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.