Lokales

Sorgenkind: marode Fahrzeughalle

Das Hallenfest des Malteser Hilfsdienstes jährte sich in diesem Jahr bereits zum zwanzigsten Mal. Aus diesem Grund beschlossen die Verantwortlichen, das diesjährige Fest mit einem Gottesdienst zu beginnen.

KIRCHHEIM Zur heiligen Messe in Sankt Ulrich kamen zahlreiche Helferinnen und Helfer in Einsatzkleidung oder Uniform. Zum Einzug in die Kirche trugen Helfer der Gruppe Kirchheim das Malteser-Banner. Pfarrer Franz Keil lobte den unermüdlichen Einsatz der Malteser und ging in seiner Predigt auf die ein, die Helfen als eine Berufung verstehen.

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Nach dem Gottesdienst eröffnete der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Kirchheim den Frühschoppen in der Sanitätswache in der Hans-Böckler-Straße. Traumhaftes Wetter lockte wieder zahlreiche Besucher in die Sanitätswache. Sie wurden mit Spezialitäten vom Grill und aus der Feldküche sowie mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Ein abwechslungsreiches Programm stand im Mittelpunkt des Festes. Ein Highlight für Klein und Groß war sicherlich die originalgetreue Nachbildung einer Burg aus dem 12. Jahrhundert. Diese Nachbildung bestand komplett aus Playmobil und war detailgetreu eingerichtet. Jeder Raum der Burg beherbergte etwas anderes und konnte von außen betrachtet werden. Für die kleinen Besucher war darüber hinaus einiges geboten.

Für alle interessierten Besucher stand der neue Rettungswagen, der mit der modernsten Technik ausgestattet, ist zur Besichtigung offen. Gerne erklärten die Helferinnen und Helfer der Malteser die einzelnen Geräte und Ausbauten. Ganz besonders stolz sind die Kirchheimer auf das bundesweit erste Rollstuhl- und Gepäckrückhaltesystem.

Ein Kernpunkt in der Arbeit der Malteser ist die Ausbildung in Erster Hilfe. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher bei diesem Fest so auch die vorgestellten Erste-Hilfe-Maßnahmen, insbesondere die Frühdefibrillation, mit welcher Laien nach entsprechender Ausbildung beim Herzstillstand noch besser helfen können. Im vergangenen Jahr konnten die Malteser im Landkreis Esslingen über 2000 Teilnehmer in den verschiedenen Erste-Hilfe-Kursen ausbilden.

Aber auch die anderen Dienste der rund 70 ehrenamtlichen Malteser, in den Bereichen Katastrophenschutz, Betreuungsdienst, Sanitätsdienst, Kinderhospizdienst, Besuchsdienst und in der offenen Seniorenhilfe waren sehr gefragt. Auch die Sozialen Dienste der Malteser konnten im vergangenen Jahr einen weiteren Zuwachs erzielen. Der Mahlzeitendienst "Essen auf Rädern", der Hausnotrufdienst und der ambulante Pflegedienst einschließlich der neuen Palliativpflege erfreuen sich steigender Beliebtheit. Die Häusliche Kinderkrankenpflege wurde auch immer öfter benötigt.

Die im Jahre 1986 ehrenamtlich erbaute Sanitätswache der Malteser ist zwischenzeitlich bereits in die Jahre gekommen. Die Renovierungsarbeiten konnten im vergangenen Jahr begonnen werden und dauern auch weiterhin an. Sorgenkind ist aber weiterhin die Fahrzeughalle. Sie bedarf dringend einer Sanierung. Zahlreiche Stunden an ehrenamtlicher Arbeit werden einfließen, aber leider können die Helferinnen und Helfer der Malteser nicht alles selbst verwirklichen, sodass auch Fachbetriebe tätig werden müssen. Die müssen dann ja auch bezahlt werden und auch bei den Maltesern ist das Geld knapp.

Darüber hinaus freuen sich die Malteser über jede helfende Hand, da die Aufgaben immer mehr werden. Interessierte Helfer und Helferinnen können jeden Mittwoch unverbindlich in der Malteser-Sanitätswache, Hans-Böckler-Straße 1, ab 19.30 Uhr zum "Schnuppern" vorbeikommen. Informationen rund um die Malteser gibt es auch unter www.malteser-kreis-esslingen.de

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