Lokales

Soziale Brennpunkte im Visier

Mit dem Thema "Öffentliche Sicherheit und Ordnung" und mit der Zukunft des Kirchheimer Hallenbades beschäftigten sich die Teilnehmer des Arbeitskreises Kommunalpolitik in ihrer jüngsten Sitzung.

KIRCHHEIM Der CDU-Arbeitskreis Kommunalpolitik will sich verstärkt um die sozialen Brennpunkte in Kirchheim kümmern. "Bei Ruhestörungen und Gewalt darf die Stadtverwaltung nicht länger den formalen Weg gehen und ihre Verantwortung allein auf die Polizei abschieben", bringt Steffen Opferkuch dasbisherige Vorgehen auf den Punkt. Stadt und Bürgerschaft müssten sich verstärkt engagieren.

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Mit einer Ortsbegehung soll nun die Öffentlichkeit auf dieses Thema aufmerksam gemacht und sensibilisiert werden. Die Teilnehmer wollen sich am Samstag, 6. November, durch die Begehung dreier neuralgischer Plätze in der Stadt ein eigenes Bild von der aktuellen Situation machen. Als Anlaufpunkte sind die Charlottenstraße, der Rambouilletplatz und der Wendlinger Weg in Ötlingen vorgesehen.

An diesem Ortstermin will der CDU-Arbeitskreis auch in der Sozialarbeit Tätige, Mitglieder des Sozialausschusses und betroffene Anwohner beteiligen. "Wir können diese Probleme nur durch gemeinsame Anstrengung aller Beteiligten lösen", ist sich Thilo Rose sicher. Das bisherige Vorgehen der Stadt habe nur an den Symptomen, nicht jedoch an den Ursachen sozialer Probleme und der sich daraus ergebenden Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung angesetzt, ergänzt Apostolos Milionis.

Auch beim Thema Kirchheimer Hallenbad will der Arbeitskreis neue Wege gehen. "Nicht jede Stadt kann in Zukunft alle kommunalen Einrichtungen vorhalten", meint Thilo Rose. Vielmehr gelte es, ein eigenständiges Profil der Stadt zu entwickeln und daran die öffentlichen Leistungen auszurichten. Darüber hinaus sei auch zu prüfen, ob etwa die Stadt Kirchheim und die Gemeinde Dettingen ein gemeinsames Hallenbadbetreiben könnten. Die überschuldeten öffentlichen Haushalte und der sich durch die vielen Bäder in den Gemeinden der Umgebung ergebende Konkurrenzdruck rechtfertigten zudem nur ein Sport- und Schulbad.

Der Arbeitskreis Kommunalpolitik möchte auch verstärkt die Kirchheimer Vereine in den Betrieb des Hallenbades einbeziehen. "Vielleicht kann Kirchheim hier eine lukrative Nische finden", regt Uwe Müller an. Zu denken sei beispielsweise an Wasserball-Aktivitäten oder solche im Bereich des Sporttauchens. Deshalb sollen in naher Zukunft Gespräche mit Vertretern der Vereine geführt werden.

oh