Lokales

Sparkurs wird erprobt

Wenn es Nacht wird, soll nicht mehr massiv mit Lampen gegen die Dunkelheit angekämpft, sondern dieselbe durch vor allem der Orientierung dienende Leuchten lediglich etwas aufgehellt werden. Das ist das Prinzip eines Pilotprojekts, das in Lindorf erprobt und nach entsprechenden Erfahrungen dann möglicherweise auf das gesamte Kirchheimer Stadtgebiet ausgeweitet werden soll.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Im zurückliegenden Haushaltsjahr beliefen sich die Betriebskosten der Straßenbeleuchtung einschließlich der städtischen Ampelanlagen auf immerhin 306 340 Euro. Da davon auszugehen ist, dass die Stromkosten weiter steigen werden, hat die Verwaltung nun nach Möglichkeiten gesucht, den Stromverbrauch zu reduzieren und damit nicht nur bares Geld, sondern auch Energie zu sparen.

In reiner Wohngebieten, die nicht am Hauptstraßennetz liegen beziehungsweise nicht durch Hauptverkehrsstraßen gekreuzt werden, soll die Beleuchtung so ausgerichtet sein, dass zwischen 23 und 5 Uhr nicht mehr alle Lampen flächendeckend in Betrieb sind, sondern vor allem der Orientierung dienend, nur punktuell zur Verfügung stehen. Bei dem von den Mitgliedern des Technischen Ausschusses des Gemeinderats nun beschlossenen Pilotversuch wird mit einer Stromersparnis von 20 000 Kilowattstunden gerechnet. Bei einem Gesamtaufwand von derzeit jährlich rund 57 000 Kilowattstunden wäre damit allein in Lindorf ein Einsparpotenzial von rund 35 Prozent der Strommenge möglich.

Die Erkenntnisse aus dem nun beschlossenen Pilotversuch sollen dann die Entscheidungsgrundlage dafür bilden, die in Lindorf nun zunächst versuchsweise eingeführte reduzierte Beleuchtungsvariante gegebenenfalls flächendeckend und entsprechend differenziert auf die Gesamtstadt zu übertragen, wobei die Stadtverwaltung mit jährlichen Einsparungen im Verwaltungshaushalt in einer Größenordnung von immerhin 30 000 bis 45 000 Euro rechnet.