Lokales

Spaßqualität im Seilgarten und an der Kletterwand

Planung für den Pausenhof der Oberlenninger Grundschule im Gemeinderat vorgestellt

Im Zuge der Erweiterung der Grundschule in Oberlenningen bekommen die Kinder einen vielseitig gestalteten Pausenhof, der außerhalb der Schulzeiten auch als Spielplatz genutzt werden kann.

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IRIS HÄFNER

Lenningen. Landschaftsarchitekt Harald Fischer stellte das Konzept der Freiflächenplanung dem Gemeinderat vor. Daran beteiligt waren neben dem Planer auch die Lehrer der Grundschule und Elternvertreter. „Es war eine konstruktive Runde, bei der dank guter Vorschläge ein schlüssiges Konzept erstellt werden konnte“, so der Landschaftsarchitekt.

Danach wird der Pausenhof zweigeteilt: in einen ruhigen und lauten Bereich. Entlang der Heergasse und der Hohen Steige wird sich nicht viel verändern. Wegen der Pausenaufsicht ist ein Zaun unerlässlich, ein Törchen entlang der Hohen Steige soll jedoch auf dieser Seite den Zugang zur Schule und der Freifläche ermöglichen. Am langen Ende des Neubaus wird ­es eine Kletterwand geben. Dank der ­­­­Z-Form ist sie knapp zehn Meter lang und etwa 2,5 Meter hoch. An dieser Nordwestecke der Freifläche soll – das Gelände nutzend – durch Sitzsteine auch ein Atrium entstehen. Südlich davon werden sich die Kinder in einem Seilgarten vergnügen können. „Das hat eine hohe Spaßqualität und wird in einigen Schulen schon erfolgreich genutzt“, erklärte Harald Fischer. Für Fallschutz sorgen in beiden Fällen Holzhackschnitzel.

Südlich der Gebäude ist die zur Verfügung stehende Fläche schmal. Hier soll ein Weg und ein Materialmosaik entstehen. „Das kann beispielsweise mit Gegenständen, die beim Ausflug gesammelt wurden, bestückt werden“, erklärte der Planer. Das können Tannenzapfen oder Steine sein. Ein laufender Wechsel kann so die Aktivitäten widerspiegeln. In Verlängerung zu dem Mosaik werden große Steine verlegt. Diese überbrücken zum einen den Höhenunterschied und sind zudem ein „Bewegungsthema“ für die Kinder.

Außerdem gibt es eine Tischtennisplatte und Sitzstufen bei der Treppe in den Garten. Das bestehende Klettergerüst an der Heergasse hat laut Harald Fischer seinen Zenit bereits überschritten. Es soll nicht wieder ersetzt, sondern diese Fläche später als grünes Klassenzimmer genutzt werden. „Ruhe und Bewegung sind somit klar getrennt“, so der Planer.

Von der Planung waren die Gemeinderäte allesamt angetan – auch wenn dafür Kosten in Höhe von etwa 185 000 Euro entstehen und die Außenfläche teurer wird als ursprünglich geplant. „Ich halte das Konzept für durchdacht und zukunftsfähig“, steht auch Bürgermeister Micheal Schlecht hinter der Projekt. „Das Geld ist gut angelegt“, urteilte Andreas Metzger.

Falk Kazmaier lag die Zugänglichkeit des Pausenhofs am Herzen, ebenso Karl Sigel. Ihrer Ansicht nach muss das Tor entlang der Hohen Steige offen bleiben, damit der Pausenhof außerhalb der Schulzeiten als Spielplatz genutzt werden kann. Außerdem sollten die Kinder diesen Weg auch als Zugang zur Schule nutzen können.

Georg Zwingmann fand die Planung ausgesprochen gut, insbesondere das Zustandekommen des Konzepts. Er würde allerdings gerne den Schulhof komplett vollenden, nicht in zwei Bauabschnitten. Da gibt es jedoch das Problem mit den Behelfsbauten. „Der erste muss fallen, doch vielleicht gibt es für den zweiten, in den Neunzigerjahren gebauten Behelfsbau eine Folgenutzung“, sagte Michael Schlecht. Möglicherweise könne er von Vereinen oder von der Musikschule genutzt werden. „Diese Entscheidung ist aber noch nicht getroffen“, so der Schultes. Zudem würden andere Pausenhöfe wie Betonwüsten aussehen und ebenfalls auf Verschönerung warten. Ferner gab Michael Schlecht zu bedenken, dass eventuell ein Nachbargrundstück gekauft werden könnte und sich dadurch völlig neue Perspektiven ergeben.

Mit den zwei Bauabschnitten hat das Gros des Gemeinderats keine Schwierigkeiten. Die Planung fand ungeteilte Zustimmung. Georg Zwingmann legte jedoch Wert darauf, dass die Baracken und ihre weitere Nutzung Thema der Klausurtagung sind. Dies wurde ihm vonseiten Michael Schlechts zugesagt.