Lokales

Speed passt Kondition noch nicht

Nach seinem Fersentrümmerbruch vor gut zwei Monaten hat Motocross-Pilot Manuel Chittaro aus Schlierbach den ersten Härtetest beim Rennen in Tensfeld bestanden.

TENSFELD Bereits zu Beginn dieses Monats hatte sich der Schlierbacher im aktiven Motocross-Sport mit seinem Start beim DM-Open-Auftakt in Schnaithaim wieder auf der Strecke zurückgemeldet. Der 20-Jährige, der bis zu einem Fersen-trümmerbruch die vergangene Hallensaison in der 125er-Klasse dominierte, hatte sich die schwere Verletzung beim Training zugezogen. Allen Unkenrufen zum Trotz bestritt der Weltermann-Yamaha-Pilot bereits vor zehn Tagen sein erstes Rennen, bei dem es immerhin zu einem fünften Platz reichte.

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Zum Auftakt der Internationalen Deutschen Motocross-Meisterschaft MX-Masters in Tensfeld stand nun der erste wirkliche Härtetest für Chittaro an. Mit am Start unter anderem der dreifache Sieger des vergangenen Jahres, Max Nagl, der Belgier Ken de Dyker und Ungarns Spitzenpilot Kornel Nemeth. "Klar ist, dass ich hier heute nicht um Podiumsplätze mitfahre", so Chittaro vor den Rennen im Sand von Tensfeld. Bei der MX-Masters-Serie sind an einem Tag immerhin drei Wertungsläufe zu bestreiten, "was für mich sicher auch konditionell nicht ganz einfach wird", so der Schlierbacher weiter.

Im Training lief es dabei aber schon wieder ganz ordentlich. In der stärker besetzten Gruppe A fuhr Chittaro die fünftschnellste Zeit. "Die Geschwindigkeit ist da, mal schauen, wie es im Rennen läuft", so der 20-Jährige, dessen Formkurve in den vergangenen Tagen steil nach oben ging. Als das Startgatter dann zum ersten Mal fiel, kam auch Chittaro gut in Fahrt und bog als Sechster in die erste Kurve. Doch schon in Runde drei machte sich ein Pilot vor Chittaro lang, knallte ihm ins Vorderrad und riss den Schlierbacher mit zu Boden. Vom Ende des Feldes griff Chittaro noch einmal an, mehr als Platz 16 war dann jedoch nicht mehr zu machen.

Im zweiten Umlauf war der Start dann eher bescheiden. "Ich war in Gedanken schon bei Kurve eins, da fiel das Gatter und ich hab den Start komplett verpennt." Vom Schluss des Feldes kämpfte sich Chittaro verbissen bis auf Platz sieben nach vorn, "dann wollte ich wieder mal zu viel und rutschte beim Angriff auf den Sechsten übers Vorderrad weg." Allerdings hatte die Spitze schon so viel Vorsprung auf den Rest des Feldes, dass der siebte Platz ungefährdet blieb. Im letzten Umlauf passte dann gar nichts mehr. Schwacher Start, "harte Arme und in Gedanken eigentlich nur noch, dass ich nicht wieder stürzen will".

Somit fehlte die Konzentration für die doch recht anspruchsvolle Strecke und nach einem derben Abflug beendete Chittaro das Rennen vorzeitig. "Der Speed passt, an der Kondition muss ich aber noch hart arbeiten", so das Fazit. Bereits am Wochenende steht das nächste Rennen an. In Schkölen in Thüringen findet der erste Lauf zur diesjährigen Deutschen Meisterschaft der Klasse 125-Kubik statt.

lk