Lokales

Spitzenplatz für Kreis Esslingen

Die vom Umweltministerium jüngst veröffentlichte Abfallbilanz 2005 zeigt: Der Landkreis Esslingen nimmt im Landesvergleich mit seiner vergleichsweise geringen Restmüllmenge und gleichzeitig hohen Verwertungsquote einen Spitzenplatz ein.

KREIS ESSLINGEN In der Gruppe der "hoch verdichteten Landkreise" liegt der Landkreis Esslingen mit 120 Kilogramm Rest- und Sperrmüll pro Einwohner auf Platz 2. Gleichzeitig sind die Abfallgebühren niedriger als andernorts. "Dass der Landkreis Esslingen im Bereich der Abfallwirtschaft einen Spitzenplatz behauptet, ist ein Erfolg, der viele Väter hat. Ein vorbildliches Abfallwirtschaftskonzept und die wirtschaftliche Arbeit des Abfallwirtschaftsbetriebes sind hier zu nennen. Einen maßgeblichen Anteil haben auch unsere Kundinnen und Kunden, die mit vorbildlicher Mülltrennung diesen Erfolg erst ermöglichen", lobt Rolf Hahn, Geschäftsführer des Abfallwirtschaftsbetriebes, die sortierfreudigen Bürger des Landkreises.

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Ein Blick zurück zeigt, dass sich die Abfallmengen deutlich verändert haben. Noch 1990 betrug die Haus- und Sperrmüllmenge 160 000 Tonnen. In den darauf folgenden 15 Jahren bis 2005 konnte diese Menge um über 60 Prozent auf rund 62 000 Tonnen verringert werden. Gleichzeitig stieg die Wertstoffmenge von 30 000 Tonnen auf zirka 124 000 Tonnen an. Grundlage für diese Entwicklung war die Einführung eines mengenabhängigen Gebührensystems ab 1991 und der konsequente Ausbau der Verwertung, nicht zuletzt auch der Bau des Kompostwerkes in Kirchheim zur Verwertung von Biomüll.

Hohe Nachsorgekosten für die Entgasung, Entwässerung und Abdichtung der Deponien des Landkreises, der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Recyclinghöfen und Grünschnitt-Sammelplätzen sowie gestiegene Kosten für die Beseitigung von Restmüll außerhalb des Landkreises ließen einst die Gebühren deutlich ansteigen. Seit 1998 haben sich die Abfallgebühren halbiert und gehören jetzt zu den günstigsten Tarifen in Baden-Württemberg.

Weitere Informationen rund um die Abfallwirtschaft: www.awb-es.de.

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