Lokales

Sportmentoren für die Hauptschule

NEUFFEN Zum vierten Mal wurden im Kreis Esslingen Schulsportmentoren für die Hauptschulen ausgebildet. Am Lehrgang des Regionalteams Sport beim Amt für Schule und Bildung des Landratsamts nahmen Schüler aus insgesamt neun Schulen des Kreises teil, unter anderem auch von der Eduard-Mörike-Schule Kirchheim.

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Alle 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren an der GHS Neuffen mit Begeisterung bei der Sache und dürfen nun versuchen, das Gelernte in den nächsten Monaten an ihren Schulen umzusetzen. Seit dem Schuljahr 2001/02 gibt es für qualifizierte Hauptschüler die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Schulsportmentor zu durchlaufen. Das Teilnehmermindestalter ist 13 Jahre.

Die Ausbildung zum Schulsportmentor übernehmen erfahrene Sportlehrer unter Führung des Regionalteams Sport der einzelnen Landkreise in Baden-Württemberg. Grundvoraussetzungen für die Ausbildung sind neben guten sportlichen Leistungen auch soziale Kompetenz im Umgang mit Mitschülern sowie Verantwortungsbewusstsein, da Schulsportmentoren an den Schulen auch eine Vorbildfunktion ausüben sollen.

Eingesetzt werden die Schulsportmentoren im Schulsport und im außerschulischen Sport immer unter der Anleitung und Aufsicht eines qualifizierten Sportlehrers oder Übungsleiters. Im Schulsport heißt das zum Beispiel Mitwirkung in Arbeitsgemeinschaften, Mithilfe bei der Realisierung von Pausensportangeboten sowie bei der Vorbereitung und Durchführung schulsportlicher Wettkämpfe. Im Vereinssport können Sportmentoren die Übungsleiter im Trainings- und Wettkampfbetrieb unterstützen und dabei schülergemäße Inhalte in den Übungsbetrieb mit einbringen.

Die Ausbildungsmaßnahme umfasst 24 Unterrichtseinheiten. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich äußerst engagiert mit den Inhalten der Ausbildung auseinander und gingen sehr motiviert die anstehenden Aufgaben an. Der Ausbildungsplan umfasste eine theoretische Einführung in die Aufgaben, Rechte und Pflichten des Schulsportmentors, Vorbeugung und Vermeidung von Sportverletzungen und Verhalten bei Sportunfällen. Der praktische Teil gliederte sich in Aufwärmen beim Sport, kleine und große Spiele, Bewegungsangebote mit Musik und Rückschlagspiele. Weiterhin lernten die angehenden Sportmentoren, wie man Turniere organisiert.

Keinen "Praxisschock" erlitten die Mentoren, als von ihnen verlangt wurde, am dritten Tag der Ausbildung den Pausensport an der Grundschule Neuffen zu gestalten. Die Schüler waren von den Angeboten begeistert.

wes