Lokales

Sprache, Kultur und Nachtleben kennen gelernt

Spannende Zeiten erlebten 20 Schülerinnen und Schüler der Kirchheimer Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule zusammen mit ihren Austauschpartnern aus dem spanischen Malaga. Bei einem Besuch der Spanier in Kirchheim und einem Gegenbesuch in Malaga hatten alle die Gelegenheit, Sprache und Kultur des jeweils anderen Landes kennen zu lernen.

KIRCHHEIM Beim Besuch der Spanier war bereits die Begrüßung am Stuttgarter Flughafen herzlich. 20 aufgeregte Schülerinnen und Schüler des Kirchheimer Wirtschaftsgymnasiums warteten gespannt auf ihre Austauschpartner aus Malaga bewaffnet mit bunten Luftballons, einem großen Banner, einem selbst gedichteten Lied und einer Gitarre.

Anzeige

Sieben Tage lang erkundeten Spanier und Deutsche mit ihren fünf Lehrerinnen und Lehrern den Süden Deutschlands. Die Reise führte nach Kirchheim, Holzmaden und Jesingen. Aber nicht nur die nähere Umgebung wurde erforscht, die Ausflüge gingen auch nach Stuttgart, Aalen und an den Bodensee. Eine Stadt-Rallye führte die Austauschschüler durch Kirchheim, in Holzmaden lernten sie die großen Dinosaurier kennen und in Stuttgart wurden das Staatstheater sowie die Königsstraße und das Mercedes-Museum unter die Lupe genommen.

Am Bodensee war erst Bootfahren nach Konstanz angesagt und dort bestaunte man dann im Sealife-Museum Kraken, Rochen und danach natürlich auch noch ein Einkaufscenter. In Aalen wandelten die Schüler im Limesmuseum auf den Spuren der alten Römer. Aber natürlich durfte man bei all der Kultur die Bildung nicht vergessen und so nahmen die spanischen Gäste auch am deutschen Unterricht teil. Zudem beinhaltete die Woche einen Familientag. Die einen unternahmen einen Stadtbummel durch Ulm oder Stuttgart, die anderen machten sich einen gemütlichen Tag zu Hause.

Aber natürlich standen neben den von der Schule geplanten Aktivitäten auch einige andere Dinge auf dem Programm. Dazu gehörte auch das Nachtleben. Die Schüler der JFS-Schule wollten den Spaniern beweisen, dass die Deutschen ihnen in keinster Weise nachstehen. Dadurch hatten alle ein paar Nächte mit sehr wenig Schlaf. Doch auch das tat der Feierlaune keinen Abbruch am nächsten Abend ging es genau so weiter wie zuvor.

Dann war das Abschiedsessen an der Reihe. Bei einem schwäbischen Buffet konnten die Spanier noch einmal ihre mehr oder weniger lieb gewonnenen deutschen Speisen genießen. Adressen wurden ausgetauscht und es spürte jeder, dass die ereignisreiche Woche sich dem Ende näherte. Am nächsten Morgen fand der Austausch mit einem tränenreichen Abschied am Stuttgarter Flughafen sein vorläufiges Ende.

Das heißt nicht, dass alles schon vorbei war, denn nun freuten sich die Deutschen auf ihren Spanienbesuch und dabei lautete das Motto "Vamos a la playa!" Um diesem Motto gerecht zu werden, flogen die Schüler einige Wochen später Richtung Malaga, wo sie mit Blumen und mit großer Freude von ihren spanischen Freunden empfangen wurden. Nach einer Begrüßung durch den Direktor in der Aula des Instituto Emilio Prados, der spanischen Partnerschule, lernte jeder seine Gastfamilie kennen.

Am nächsten Tag startete die Gruppe auch schon in das bunt gemischte Programm. Dies bestand aus einer sechsstündigen Wanderung durch die Sierra del Pinar im Naturpark Grazalema, einer Besichtigung Granadas und der Alhambra, die alle in großes Staunen versetzte, einem Segeltörn auf einem UNESCO-Schulschiff, einem Ausflug nach Gibraltar mit Besichtigung der römischen Ausgrabungen in Bolonia und anschließendem Bad im Atlantik. Der Sonntag wurde im Kreise der Familien verbracht, bevor die Gruppe zuletzt auch noch das Wissenschaftsmuseum und die Kathedrale von Malaga besuchte.

Außerhalb des von der Schule gestalteten Programms zeigten die Spanier ihren deutschen Partnern das Nachtleben von Malaga. Der Höhepunkt dabei war die Strandparty, die die Spanier organisiert hatten. Wiederum ging der Austausch mit vielen Tränen und dem Versprechen, sich wieder zu sehen, zu Ende.

pm