Lokales

Sprintentscheid auf geändertem Kurs

Jana Gegner vom Zepto-Skate-Team hat beim Inline-Marathon-Weltcup am Sempacher See (Schweiz) nach großer kämpferischer Leistung den siebten Platz belegt. Ihre Teamkollegin Annette Frik aus Ötlingen kam nur eine Sekunde später als 23. unter 6 000 Startern ins Ziel.

SURSEE In dem schnellen Rennen kam es auf der 800 Meter langen Zielgeraden zum Showdown der Sprinterinnen. Jana Gegner bahnte sich ganz außen ihren Weg am Feld vorbei und sprintete auf den siebten Platz. Das Männerrennen wurde bereits nach fünf Kilometern entschieden, als sich eine achtköpfige Ausreißergruppe mit allen Favoriten erfolgreich vom Feld absetzen konnte. Die Fahrer des Zepto- Teams verpassten diese Gruppe. Das Rennen gewann Roger Schneider, der sich auf den letzten Kilometern aus dieser kleinen Gruppe absetzen konnte.

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Der größte Inline-Marathon der Schweiz wurde erstmals gegen den Uhrzeigersinn um den wunderschön gelegenen Sempacher See im Herzen der Schweiz gestartet. Hintergrund der Änderung war die Forderung der Athleten nach einer entschärften Zielankunft. Im Vorjahr hatten sich einige Sportler in der letzten Kurve vor dem Ziel schwer verletzt. Auch der Kirchheimer Christian Domscheit zog sich in dieser Kurve 2005 schwere Verletzungen zu. In diesem Jahr wurde die Zielgerade auf die lange und vierspurige Hauptstraße verlegt. Das versprach eine spannende Zielankunft.

In Sursee waren erneut alle Weltcup-Teams am Start. Das Zepto-Skate-Team trat zum ersten Mal mit beiden internationalen Teams in voller Besetzung an. Nach dem neutralisierten Start im Inline Village ging es hinaus auf die Hauptstraße um den See. In der ersten Runde gab es nur vereinzelte Ausreißversuche, die erfolglos blieben. Am Ende der ersten Runde, als es durch das von tausenden Zuschauern gesäumte Inline Village ging, wurde das Tempo im Feld der Damen noch mal deutlich erhöht. Jetzt begannen die taktischen Spielchen der Teams. Annette Frik, Sarah Stangl und Jana Gegner versuchten sich für den Zielsprint zu positionieren. Jana Gegner musste ihren Sprint aus einer ungünstigen Position anziehen und war kurzzeitig blockiert. Sie zog jedoch außen am Feld vorbei und kämpfte sich auf der breiten Zielgeraden noch auf den siebten Platz. Den Sprint entschied die Französin Angele Vaudan nach guter Vorarbeit ihres Teams für sich. Dahinter ging es um Zentimeter. Für Jana Gegner war es bereits die zweite Top-Ten-Platzierung im zweiten Weltcuprennen.

Die Ötlingerin Annette Frik versuchte im Sprint noch Plätze gut zu machen, schaffte aber nicht mehr den Sprung unter die besten 20. Sarah Stangl hielt sich im Sprint etwas zurück und belegte den 32. Platz. Mit ihrer Ankunft in der Spitzengruppe waren beide an diesem Tag zufrieden. Auch Europameisterin Michaela Neuling aus Gera meldete sich nach langer Krankheit und Verletzungspause wieder zurück im Weltcupzirkus und leistete wertvolle Arbeit für ihr Team. Sie kam als 22. nur einen Platz vor Annette Frik ins Ziel.

Die beiden Kirchheimer Wayne Begg und Christian Domscheit hatten im Rennen der Männer hingegen Pech. Zuerst verpassten sie die entscheidende Gruppe, anschließend wurden sie behindert, als das gesamte Zepto-Team das Feld anführte und den Sprint für den Deutschen Meister Matthias Schwierz und Top-Sprinter Wayne Begg vorbereiten wollte. Bestplatzierter war Wayne Begg als 27.

Am kommenden Wochenende will das Zepto-Team beim Weltcup in Zürich erneut versuchen, ganz vorne mitzufahren. Gut möglich, dass man den einen oder anderen Top-Skater am morgigen Donnerstag bei der Bissinger Meile sieht.

jd