Lokales

Spritze für den Elefanten

NOTZINGEN Eine Praxis für Kleintiere in Wellingen war das Ziel, das die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Eduard-Mörike-Schule in Ötlingen im Rahmen des Projekts "Zeitung in der Grundschule" ansteuerten, um sich vor Ort umfassend über die Arbeit eines Tierarztes zu informieren. Insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler waren beim Recherchetermin in der Tierarztpraxis dabei.

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In der Praxis leben zurzeit die Hündin "Smilla", die beiden Katzen "Emmi" und "Idefix" und auch noch ein Meerschweinchen namens "Alena". Gleich im Wartezimmer durften wir mit einem Stetoskop die Herztöne bei "Smilla" abhören und ihr mit einem speziellen Lichtgerät in die Ohren schauen. Im Behandlungs- oder Untersuchungszimmer steht ein Operationstisch, den man elektrisch hochfahren oder auch hinunter lassen kann je nach Größe der Tiere.

Hier haben wir dem Meerschweinchen "Alena" die Nägel geschnitten. Jedes Kind konnte an einem kleinen Plüsch-Elefanten ausprobieren, wie eine Spritze zuerst mit Flüssigkeit gefüllt und dann am Patienten gespritzt wird. Weitere wichtige Arbeitsgeräte wurden erklärt und wenn möglich ausprobiert. Die Maulsperre und der Backenspreizer werden benötigt, damit der Patient den Mund offen hält, wenn beispielsweise die zu langen Backenzähne von "Alena" abgeschliffen werden.

"Idefix" ist beinahe blind. Er hat eine für Katzen häufige Viruserkrankung am Auge und läuft deshalb immer wieder gegen die Wand. Für ihn wird noch ein Besitzer gesucht. "Emmi" wurde in einem Abwasserrohr gefunden und in die Praxis gebracht. Ihre Beine waren voller Würmer, deswegen musste ihr dort das Fell abrasiert werden. An Spul- oder Bandwürmer können Katzen leicht erkranken, da sie oft mit wurmhaltigem Kot in Berührung kommen.

Echte Bandwürmer haben wir beim Besuch in der Tierarztpraxis ebenfalls gesehen. Sie können bis zu 30 Zentimeter lang werden und sehen unserer Meinung nach nicht sehr appetitlich aus. Auch Menschen können solche Spul- oder Bandwürmer bekommen.

Im Röntgenraum hing das Röntgenbild einer schwangeren Katze. Mit dem Ultraschallgerät kann man auch Innenorgane betrachten. Zur Betäubung wird ein Narkosegerät eingesetzt und besondere Medikamente müssen im so genannten "Giftschrank" aufbewahrt werden. Benützte Arbeitswerkzeuge werden nach dem Waschen zusätzlich bei 200 Grad einige Stunden in einen speziellen Ofen gelegt, damit alle Bakterien absterben und die Geräte wieder steril sind.

Auf alle unsere Fragen wurde uns auch vom Sohn der Tierärztin gerne Antwort gegeben. Ungefähr 15 bis 20 Patienten kommen täglich in die Tierarztpraxis in Wellingen. Bei einer Operation helfen mehrere Assistenten, manchmal sogar auch schon der Sohn. Für uns Kinder war es ein wirklich erlebnisreicher Vormittag.

Klasse 4a,

Eduard-Mörike-Schule Ötlingen